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Autor: Günther Glatzel / 01. Februar 2013, 17:34 Uhr

Zenit fliegt statt ins All ins Meer

Heute früh endete ein Startversuch mittels einer Zenit-Trägerrakete mit einem Absturz. Bereits kurz nach dem Abheben wich die Rakete offenbar weit von ihrem vorprogrammierten Kurs ab.

Quelle: RIA Nowosti, Raumcon
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Sea Launch

Zenit mit Intelsat 27 auf der schwimmenden Startplattform
(Bild: Sea Launch)
Daraufhin wurden das Triebwerk abgeschaltet. Dies geschah etwa 25 Sekunden nach dem Abheben. Danach wurde die Übertragung des Starts abgebrochen.

Bisher wurde nur wenig über die Ursache des Versagens bekannt. Wahrscheinlich aber hat es mit der Steuerung zu tun. Vermutet wird ein Defekt im Gyroskop-System. Dieses liefert Basisinformationen für die Lage der Rakete. Wenn diese Informationen fehlerhaft sind, dann sind auch die auf deren Basis berechneten Korrekturen falsch und verschlimmern die Situation nur.

Offenbar hatte man dies bereits kurz nach dem Start erkannt und das Triebwerk der Rakete deaktiviert. Infrage käme aber auch ein automatisches Abschaltsystem, welches in Aktion trat, als erkannt wurde, dass die Fehler nicht mehr korrigierbar waren.

Die Zenit hätte eigentlich den Kommunikationssatelliten Intelsat 27 in einen Geo-Transferorbit bringen sollen. Dieser verfügte über je 20 Transponder im C- bzw. Ku-Band sowie über die Möglichkeit 20 UHF-Kanäle nutzen zu können. Geplant war ein etwa 15-jähriger Betrieb bei 55,5 Grad West im Geostationären Orbit. Dort sollte er die in die Jahre gekommenen Satelliten Galaxy 11 und Intelsat 805 ersetzen.

Zwar waren sowohl Satellit als auch Start versichert, allerdings ist das Auftragsbuch von SeaLaunch aufgrund früherer Fehlschläge gegenwärtig praktisch leer. Es existieren lediglich ein paar Optionen und Reservebuchungen. Der neuerliche Totalverlust ist nicht geeignet, das Vertrauen potenzieller Kunden in die Sea-Launch-AG zu stärken.

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