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Autor: Thomas Weyrauch / 01. Mai 2015, 12:53 Uhr

Express-AM 7 kann Regelbetrieb beginnen

Die russische föderale Satellitenkommunikationsgesellschaft (Russian Satellite Communications Company, RSCC) hat am 23. April 2015 mitgeteilt, Express-AM 7 sei bereit, am folgenden Tag die Ausstrahlung der vorgesehenen Programme und die Bereitstellung unterschiedlicher Kommunikationsverbindungen aufzunehmen.

Quelle: Astrium, Chrunitschew, Roskosmos, RSCC, Tsenki
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RSCC

Bild vergrößernExpress-AM 7 im Test
(Bild: RSCC)
Der Kommunikationssatellit Express-AM 7 war am 18. März 2015 auf einer Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe von Baikonur in Kasachstan aus in den Weltraum transportiert worden. Neun Stunden und 13 Minuten nach dem Start hatte die Oberstufe den Satelliten am 19. März 2015 im All ausgesetzt. Die erreichte Übergangsbahn war eine mit einem Perigäum, d.h. dem erdnächsten Bahnpunkt, von rund 5.400 Kilometern, und einem Apogäum, dem erdfernsten Bahnpunkt, von rund 35.760 Kilometern über der Erdoberfläche. Die verbliebene Neigung der Bahn gegen den Erdäquator, die Inklination, betrug zwischen 19 und 20 Grad.

Mittlerweile ist das Raumfahrzeug mit einer Startmasse von 5.720 Kilogramm (unbetankt 1.438,5 Kilogramm) nach mit Hilfe seines Apogäumsmotors durchgeführten Bahnanhebungen und dem Abbau der Restinklination im Geostationären Orbit positioniert. An der vorher festgelegten Position von 40 Grad Ost im Geostationären Orbit steht es über dem Äquator etwa im Bereich der Küstenlinie Ostafrikas.

Tests des neuen Satelliten im Orbit wurden laut RSCC erfolgreich abgeschlossen, RSCC hat das Raumfahrzeug eigenen Angaben zufolge als einsatzbereit abgenommen.

Die Ausstrahlungen des Satelliten sollen Empfänger in Europa, dem Mittleren Osten, Russland, dem Süden Asiens und in Gebieten Afrikas südlich der Sahara erreichen. Geplant ist die Übertragung von Fernsehprogrammen sowie die Breitstellung von Kommunikationsverbindungen für das Büro des russischen Präsidenten, die russische Regierung und spezielle, nicht näher beschriebene Nutzer, und für kommerzielle Nutzer und solche aus dem öffentlichen Sektor.

15 Jahre lang will RSCC den dreiachsstabilisierten Satelliten nutzbringend einsetzen, eine entsprechende Auslegungsbetriebsdauer ist nach Herstellerangaben beim Bau berücksichtigt worden. Entstanden ist der Satellit beim westeuropäischen Unternehmen Airbus Defence and Space bzw. Astrium. Die Konstruktion erfolgte auf Basis des Satellitenbusses Eurostar E3000.

RSCC

Bild vergrößernExpress-AM 7 im All - Illustration
(Bild: RSCC)
Nach Angaben von RSCC besitzt die Kommunikationsnutzlast von Express-AM 7 insgesamt 80 Transponder und 9 Antennen für das С-, das Ku- und das L-Band. Der staatliche russische Betreiber von Bodenanlagen im Dienste der Raumfahrt Tsenki zählt 24 С-, 36 Ku- und 2 L-Band-Transponder. Die Leistung der Kommunikationsnutzlast liegt laut Tsenki bei rund 13,7 Kilowatt, die beiden Solarzellenausleger des Satelliten können nach Angaben der gleichen Quelle 18 Kilowatt elektrische Leistung generieren.

Der Bau des Satelliten wurde mit Mitteln der staatlichen russischen Bank für Entwicklung und Außenwirtschaft (Vnesheconombank) finanziert. Als Gesamtprojektkosten nennt RSCC einen Betrag von 152,8 Millionen Euro.

Express-AM 7 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 40.505 und als COSPAR-Objekt 2015-012A.

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