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Autor: Thomas Pallmann / 02. September 2009, 10:43 Uhr

Astronauten absolvieren ersten Außenbordeinsatz

Expedition-20-Flugingenieurin Nicole Stott und Missionsspezialist John Olivas verließen die Raumstation für 6 Stunden und 35 Minuten.

Quelle: Nasa
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NASA-TV

Der leere Ammoniaktank wird von der Gitterstruktur gelöst.
(Bild: NASA-TV)
Die Besatzung an Bord des Space Shuttle Discovery begann den fünften Flugtag um 19:00 Uhr MESZ mit dem Lied „Indiana, Our Indiana“ von der Indiana University Band. Das Lied wurde Shuttlepilot Kevin Ford gewidmet, der aus Indiana stammt.

Für Nicole Stott war es der erste Außenbordeinsatz ihrer Karriere, während John Olivas bereits den dritten derartigen Einsatz absolvierte. Hauptaufgabe des Ausstieges war die Entfernung eines leeren Ammoniaktanks sowie die Bergung der Experimente EuTEF und MISSE 6 vom europäischen Columbus-Modul. Zuerst widmeten sich Stott und Olvias dem Ammoniaktank. Sie lösten die Schrauben, die den Tank an der P1-Gitterstruktur festgehalten haben, während der Roboterarm der Raumstation den Tank sicher hielt. Der Tank wird bis zum Ende des zweiten Außenbordeinsatzes am Roboterarm verbleiben, da derzeit die Position auf dem Lightweight Multipurpose Carrier (LMC) noch von dem neuen Ammoniaktank, der während des zweiten Einsatzes installiert wird, besetzt ist.

Nach den Arbeiten am Tank begaben sich die beiden Astronauten zum europäischen Weltraumlabor Columbus. Dort entfernten sie die beiden Experimente EuTEF und MISSE 6. Beide Komplexe werden zur Erde zurückkehren und dort von Wissenschaftlern ausgewertet.

NASA-TV

MISSE (Material ISS Experiment) umfasst verschiedene Materialien, die über Monate den Bedingungen des Alls ausgesetzt waren.
(Bild: NASA-TV)
EuTEF, was für European Technology Exposure Facility steht, ist ein Träger für neun verschiedene Experimente, die insgesamt anderthalb Jahre an der Außenseite von Columbus verbracht haben. Neben einigen Versuchen zur Materialforschung befand sich auf EuTEF auch eine Kamera, die Aufnahmen von der Erde gemacht hat.

MISSE ist ein Langzeitexperiment zur Materialforschung. Auf verschiedenen Plattformen, die während der letzten Jahre zur Internationalen Raumstation geflogen wurden, kamen die verschiedensten Materialien zum Einsatz und wurden den harschen Bedingungen des Weltalls ausgesetzt. MISSE wird neben der NASA, die das Experiment dazu verwendet, um Materialien für künftige Raumschiffe und Satelliten zu testen, vom amerikanischen Verteidigungsministerium und Boeing genutzt.

Während der Arbeit an MISSE musste Olivas auf diverse Werkzeuge zurückgreifen, um das Experiment zu lösen. Dazu gehörte unter anderem auch ein Hammer.

Nach Abschluss aller geplanten Arbeiten überlegte man in der Bodenkontrolle, ob man noch ein oder zwei weitere Aufgaben erledigen sollte. Letztlich entschied man sich dagegen und beendete den Einsatz nach 6 Stunden und 35 Minuten.

Im Inneren der Raumstation arbeitete der Rest der Besatzung derweil im Multi Purpose Logistics Modul (MPLM) und begann mit dessen Entladen. Insgesamt werden knapp sieben Tonnen an Gütern und Experimenten zur Station transferiert.

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