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Autor: Martin Ollrom / 04. April 2004, 20:49 Uhr

Europas Mars-Zukunft

Die ESA plant für die Zukunft weiter Missionen zum Nachbarplaneten Mars. Eine davon ist eine Mission, die Steinproben zur Erde zurückbringt.

Spaceflight
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Die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) und der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS haben sich in den meisten Punkten über die Durchführung der MSR- ( Mars Sample Return) Mission geeinigt. Während sich die ESA um die Planung dieser Mission kümmert, arbeitet die EADS an einem Transportmittel, das die Proben wieder durch die Mars-Atmosphäre bringt und heil zurück zur Erde bringt.

Das EADS Team bemüht sich um mehrere separate Raumfahrzeuge in eines zu verschmelzen, was sich nicht als leicht herausstellt.



Der Mars erfreut sich weiter besonderer Beliebtheit.
Im ersten Konzept wird ein Startfahrzeug das von der Oberfläche des Mars gesammelte Material wieder zurück zur Erde bringen. Die zweite Möglichkeit besteht darin, dass ein Orbiter einen Lander aussetzt, den er dann wieder einfängt und samt Lander zur Erde zurückkehrt. Zweitere ist technisch anspruchsvoller durchzuführen als die erste Variante.

Marie Claire Perkinson, Teammitglied bei EADS sagt: "Unser Industrieteam, welches die EADS Gruppen aus Frankreich, Italien, Spanien und Deutschalnd enthält, hat gute Arbeit geleistet und zwei gute Konzepte ausgearbeitet. Laut unseren Schätzungen wäre ein Start frühestens 2011 möglich."

Hintergrund
In weiterer Folge werden dann europäische Astronauten eines Tages auf den Mars landen und dann Proben mit zurück zur Erde bringen. Das allerdings stellt noch ungeahnte Anforderungen an Antrieb, Hardware und Software der Raumfahrzeuge. Noch haben wir Raumfahrzeuge, die lediglich im Orbit der Erde fliegen können, geschweige denn einen Flug zum Mars. Von Landung und wieder starten ist man noch weit entfernt. Bis das soweit ist, müssen noch viele Schlüsseltechnologien eingeführt werden. Der Vorgänger einer bemannten Reise zum Mars wäre eindeutig eine unbemannte Marsmission, die Proben zurück zur Erde bringt.

Das genau ist das Ziel von MRS, die zweite große Mission im europäischen Aurora Programm. Die erste wird voraussichtlich 2005 starten und Venus Express heißen. Das Aurora Programm wird weit bis ins nächste Jahrzent hineinreichen und mit einer bemannten Mission zum Mond oder Mars enden.

Aufgrund der starken Winde auf dem Mars, der Staub weit transportiert, müssen die kommenden Missionen mit Spezialgeräten ausgestattet sein. Beim MSR zum Beispiel soll ein Gerät Staubpartikel einfangen, ähnlich wie bei der amerikanischen Mission Stardust. "Eine Probe in den Laboratorien der Erde würde vieles über den Mars und dessen Geschichte aufklären", meint Professor Colin Pillinger.

EADS ist ein gutes Stück weiter gekommen, doch vom endgültigen Ziel ist man noch weit entfernt. Um ein geeignetes Raumfahrzeug zu bauen muss man erst die Ziele dieser Mission verstehen. "Jetzt hat man schon erkannt welches Potenzial im Aurora Programm der ESA steckt", sagt Manager Bruno Gardini. "Die Mars-Proben-Mission ist die anspruchsvollste, die je von der ESA durchgeführt werden soll und wahrscheinlich eine der anspruchsvollsten die je durchgeführt worden sind." Es müssen schließlich Technologien von fünf verschiedenen Raumfahrzeugen in einem verschmelzen und dennoch gut miteinander harmonieren. Versagt eines, ist die gesamte Mission zu Ende. "Eine bemannte Marsmission wird nur möglich sein, wenn eine Mars-Proben-Mission erfolgreich beendet wurde", fügt Gardini hinzu.
 
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