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Autor: Axel Orth / 06. Februar 2005, 15:35 Uhr

Zweite Chance für Ariane 5 ECA

Auf Europas Raumflughafen Kourou werden derzeit letzte Vorbereitungen für den zweiten Qualifikationsflug der Ariane 5 ECA getroffen, der am Samstag (12.2.) starten soll (Startverschiebung um 24 Stunden).

Arianespace
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Die Ariane 5 ECA im Integrationsgebäude.
(Bild: Arianespace)
Die Ariane 5 ECA ist die weiter entwickelte Version der bewährten Ariane 5, mit einer auf maximal 10 Tonnen für geostationäre Orbits erweiterten Nutzlast. Der erste Qualifikationsflug war Ende 2002 gescheitert, die Rakete musste nach dem Start gesprengt werden. In den gut zwei Jahren seither wurden die fehlerhaften Teile des Antriebssystems identifiziert und neu konstruiert sowie die gesamte Rakete einer intensiven Überprüfung unterzogen. Unter entsprechend großem Erwartungsdruck steht der jetzige zweite Qualifikationsflug.

Die Vorbereitung der Nutzlasten von Flug 164 begann mit der Installation der beiden Experimentalsatelliten Sloshsat und Maqsat B2, die den unteren Teil des "Nutzlaststapels" bilden. Daran schließt sich die Installation der Hauptnutzlast, des XTAR-EUR-Telekommunikationssatelliten, sowie der Nutzlastverkleidung an.

Im Einzelnen:

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Sloshsat (Pfeil) und Maqsat B2 (zum Vergrößern anklicken).
(Bild: Arianespace)
Sloshsat und Maqsat B2 wurden für die Installation miteinander kombiniert. Der kleine würfelförmige Sloshsat (Pfeil oben) ist kaum sichtbar, verschwindet fast über der großen Struktur des Maqsat B2. Sloshsat wiegt 125 Kilogramm und enthält vor allem einen 33,5-Liter-Tank mit Wasser, der mit Instrumenten ausgerüstet ist, die die Fluiddynamik des Wassers unter Bedingungen der Fast-Schwerelosigkeit messen sollen. Der kleine Satellit ist mit einem eigenen Kaltgas-Lageregelungs-System ausgestattet.

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Sloshsat und Maqsat B2 werden auf die Ariane 5 herab gelassen (zum Vergrößern anklicken).
(Bild: Arianespace)
Die Kombination aus den beiden Experimental-Satelliten wurde vorsichtig auf die Spitze der Ariane 5 ECA herabgelassen. Die Maqsat-Struktur ("Maqette Satellite") enthält ein weiteres fluiddynamisches Experiment sowie ein Telemetriesystem, das die Daten von ca. 60 Sensoren der Rakete und des Satelliten sowie einiger Kameras etwa dreieinhalb Stunden lang an die Bodenstation weiterleiten wird. Der kegelförmige Adapter am unteren Ende ist das Verbindungsstück zwischen der Nutzlast und der Rakete selbst.

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Nutzlastverkleidung mit Montagegerüst (zum Vergrößern anklicken).
(Bild: Arianespace)
Gleichzeitig wurde an anderer Stelle die große Nutzlastverkleidung vorbereitet, die während des Aufstiegs durch die dichteren Schichten der Erdatmosphäre die Satelliten schützt und vor dem Aussetzen des XTAR-EUR abgeworfen wird. Wie man an der Größe der Arbeiter und vor allem der Höhe des Montagegerüsts um die Verkleidung herum sehr schön sieht, hat die Verkleidung - und damit der "Satellitenstapel" - allein schon die Höhe eines mehrstöckigen Hauses.

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Die Nutzlastverkleidung wird auf den XTAR-EUR herab gelassen (zum Vergrößern anklicken).
(Bild: Arianespace)
Die Nutzlastverkleidung wurde über den XTAR-EUR herabgelassen, der seinerseits auf einer dunklen, SYLDA genannten Struktur montiert ist. Die Kombination aus Verkleidung, XTAR-EUR und SYLDA wird sodann auf der Ariane 5 installiert, wobei die SYLDA-Struktur wiederum Sloshsat und Maqsat B2 umschließt.

Während des Aufstiegs wird zunächst die Nutzlastverkleidung abgeworfen. Bei Erreichen des angezielten geostationären Orbits wird der XTAR-EUR ausgesetzt. Es folgt die SYLDA-Struktur und dann der Sloshsat. Der Maqsat B2 verbleibt hingegen während der gesamten Mission an der Ariane 5.

Der Start war für nächste Woche Freitag vorgesehen, ist aber wegen eines Fehlers in den Bodenanlagen um 24 Stunden auf Samstag (12.2.) um 20:49 Uhr MEZ verschoben worden. Arianespace plant, den Start per Internet-Livestream zu übertragen.

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