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Autor: Matthias Pfeiffer / 07. März 2005, 22:38 Uhr

Die Jagd auf Asteroiden geht weiter

Die NASA plant für 2006 eine weitere spektakuläre Mission mit dem Ziel weitere Geheimnisse über unser frühzeitliches Sonnensystem zu entschlüsseln

Universe Today
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Der Name der Sonde ist Dawn, Morgendämmerung. In etwas mehr als einem Jahr soll sie starten und ihren Flug zu den mächtigsten Asteroiden unseres Sonnensystems Vesta und Ceres antreten.

Obwohl beide enorm große Asteroiden, eigentlich schon Protoplaneten, sind und beide im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter liegen, so könnten sie dennoch nicht unterschiedlicher sein.



Dawn auf dem weiten Weg zu Vesta und Ceres (Bild: NASA)
Vesta entstand näher an der Sonne und teilt wahrscheinlich viele Eigenschaften mit den inneren Planeten unseres Sonnensystems. Wissenschaftler glauben, dass er in einer heißen, trockenen Umgebung entstand. Er könnte von Schichten aus vulkanischem Gestein bedeckt sein und einen metallischen Kern enthalten. Aber selbst die besten Bilder von Hubble zeigen nur eine verschwommene, graue Welt, die mehr Fragen aufwirft als Antworten. Dabei ist Vesta der hellste Asteroid im Sonnensystem, mit knapp 530 Kilometer Durchmesser. Man kann ihn sogar mit bloßem Auge sehen. Die Reise zu Vesta könnte sich dennoch als sehr gefährlich erweisen. "Wir wissen nur sehr wenig über Vesta´s innere Struktur." erklärt Chefingenieur Marc Rayman, "Er hat ein unvorhersagbares und wahrscheinlich auch sehr unregelmäßiges Schwerefeld."

Nur etwas weiter draußen, jenseits der unsichbaren Linie, die die inneren von den äußeren Planeten trennt, befindet sich Ceres. Der größte Asteroid im Sonnensystem mit 957 Kilometern Durchmesser. Im Gegensatz zu Vesta glaubt man, dass Ceres in einer kühlen, feuchten Umgebung in der Gegenwart von Wasser entstand. Das Wasser ist vermutlich noch dort, verborgen in Eiskappen, einer dünnen Atmosphäre aus Wasserdampf, oder vielleicht sogar als Flüssigkeit unter der Oberfläche.

Während die meisten Objekte im Asteroidengürtel zu kleinen Felsstücken pulverisiert wurden oder Ansammlungen der verschiedensten Materialien sind, blieben Vesta und Ceres größtenteils unverändert in den letzten 4,6 Milliarden Jahren. Daher könnten beide wichtige Erkenntnisse über die Urzeit unseres Sonnensystems enthalten.

Die 370 Millionen Dollar teure Raumsonde soll im Juni 2006 starten. Nach 4 oder 5 Jahren Reise (abhängig davon, ob sie einen Fly-By am Mars durchführt oder nicht) wird Dawn im Jahr 2010 oder 2011 bei Vesta ankommen. Dort wird die Sonde knapp ein Jahr den Asteroiden beobachten und Experimente durchführen. Danach fliegt sie weiter und trifft drei Jahre später mit Ceres zusammen. Dabei soll die Sonde bei beiden Aseroiden Masse, Volumen, Umdrehungsgeschwindigkeit, chemische Zusammensetzung und Schwerkraft feststellen. Nebenbei soll Dawn auch noch schöne Bilder liefern.

 
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