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Autor: Felix Korsch / 08. August 2003, 12:56 Uhr

SeaLaunch startet weiteren Satelliten

In der vergangen Nacht konnte von hoher See aus ein Kommunikations-Satellit in den Orbit befördert werden.

Spaceflightnow.com
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SeaLaunch startet von einer umgebauten Bohrplattform im Pazifik.
(Bild: SeaLaunch)
Um exakt 5.31 Uhr MESZ hob eine ukrainische Trägerrakete des Typs Zenit 3SL von der Odyssey-Plattform mitten im Pazifischen Ozean planmäßig ab und beförderte dabei den 4,7 Tonnen schweren Kommunikations-Satelliten Telstar 13 in eine geostationäre Umlaufbahn. Dieser Satellit, mit der Doppelbezeichnung EchoStar 9 versehen, wird betrieben von den beiden Gesellschaften EchoStar Communications und Loral Skynet und dient der Direktübertragung von Fernsehprogrammen für den nordamerikanischen Markt. Es ist damit bereits der zehnte erfolgreiche Start für SeaLaunch.

Das eigentlich ungewöhnliche an dieser Art von Missionen ist der Startort: der Lift-off erfolgt an Deck einer ausgedienten und modifizierten norwegischen Ölplattform, welche von einem internationalen Konsortium, genannt SeaLaunch, betrieben wird. Als Träger dient dabei eine ehemalige ukrainische Militärrakete. Der Vorteil dieser Art von Starts liegt auf der Hand - die Plattform kann missionsspezifisch in allen Weltmeeren positioniert werden, in diesem Falle näher am Äquator, als es bei anderen Weltraumbahnhöfen möglich ist. Dadurch kann die Rakete die Erdrotation ausnutzen und ihre maximale Kraft entfalten. In der Praxis bedeutet dies eine Maximierung der Nutzlast-Kapazität bei einer Minimierung der Startkosten. Bisher verliefen alle derartigen Missionen seit Aufnahme der Arbeit auf der ehemaligen Borinsel im Jahre 1999 durchweg erfolgreich.

Um das Erreichen eines geostationären Orbits zu ermöglichen, wurde die Zenit-Rakete um eine russische Oberstufe des Typs Block-DM erweitert, wie sie auch an der Spitze von Proton-Raketen zum Einsatz kommt. Diese zündete erstmals nach dem Ausbrennen der zweiten Stufe, also rund neun Minuten nach dem Start. Eine erste, viereinhalb Minuten lange Zündung beförderte den Satelliten zunächst in einen Übergangsorbit von 180 mal 930 Kilometern. Kaum vierzig Minuten später zündete Block-DM erneut und positionierte Telstar 13 schließlich in einer geostationären Erdumlaufbahn mit einem Apogäum von 35,929 Kilometern. Während des gesamten Aufstieges kam es zu keinerlei Problemen.
 
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