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Autor: Julian Schlund / 08. Oktober 2005, 21:06 Uhr

Cryosat-Mission gescheitert!

Der ESA-Satellit Cryosat ist laut Angaben eines Sprechers der russischen Raumfahrtagentur (Moskau) abgestürzt. Ursache sei ein Defekt in der Schlussphase der zweiten Stufe der Rockot-Rakete gewesen.

spaceflightnow u.a.
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Viel Resonanz auch in den deutschen Medien fand der Start des europäischen Klima-Satelliten Cryosat um 17:02 Uhr MESZ von Plesezk, dem nördlichsten Kosmodrom (Weltraumbahnhof) Russlands.

Gegen 18:00 Uhr berichteten die ersten Medien allerdings über Probleme bei der Kontaktaufnahme zu Cryosat, was schließlich auch von einem ESA-Sprecher in Paris bestätigt wurde:


Der Liftoff war geglückt, doch nicht lange später soll die Rakete samt Cryosat in Bruchteilen ins Meer gestürzt sein.
(Bild: ESA)

"Wir haben keine Informationen bezüglich des Status der Mission – wissen weder über die Abtrennung Cryosats von der russischen Trägerrakete geschweige denn über den Gesundheitszustand des Satelliten Bescheid", heißt es mittlerweile auf der ESA-Homepage.

Die Online-Medien berichteten jedoch schon über den Absturz der Rakete ins Meer und stützten sich dabei auf russischen Angaben:

So sei die Rockot-Rakete nach dem Start auseinandergebrochen und ins Meer gestürzt. Ein Sprecher der russischen Raumfahrtbehörde soll erklärt haben, ein Triebwerk habe nicht gezündet und der Satellit habe deswegen nicht die Umlaufbahn erreicht.

Cryosat wurde vom Luft- und Raumfahrtkonzern EADS gebaut. Die Kosten der nun gescheiterten Mission allein für den 650 Kilogramm schweren Satelliten mit starker Mitwirkung von deutscher Seite belaufen sich auf 140 Millionen Euro. Ein schwerer Rückschlag für die ESA, nicht nur finanziell...

UPDATE:

In den neusten Meldungen wird der Lincoln-See (Arktischer Ozean, nahe des Nordpols) als wahrscheinlicher Absturzort genannt: "Wir nehmen an, dass der Satellit in den Lincoln-See nahe am Nordpol abgestürzt ist", heißt es in einer Eklärung von Generalleutnant Oleg Gromow von der russischen Raumfahrtagentur.

Genauere Informationen gibt es mittlerweile auch zur Absturzursache: es habe eine "Störung in der Schlussphase der zweiten Stufe der Rockot-Rakete" gegeben. Die zweistufige Rockot-Rakete ist eine umgebaute russische SS-19-Atomrakete („Stiletto") aus der Zeit des Kalten Kriegs und wird seit dessen Ende für die Beförderung von Raumapparaten in geostationäre Umlaufbahnen eingesetzt. Laut Berichten von mehreren Nachrichtenagenturen sollen weitere Starts mit einer Trägerrakete des gleichen Typs vorläufig gestoppt werden, bis man über die genaue Ursache der Störung Bescheid weiß.

Informationen über die angestrebten Cryosat-Missionsziele erhalten Sie hier.
 
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