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Autor: Thomas Weyrauch / 08. November 2009, 11:46 Uhr

MN Colibri ist auf dem Weg Richtung Kourou

Am 7. November 2009 ist das Frachtschiff MN Colibri mit Raketenteilen, Treibstoffen und Testgerät für Kourou im russischen St. Petersburg ausgelaufen, um durch Ost- und Nordsee sowie den Atlantik sein Ziel anzufahren.

Quelle: Arianespace
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Bild vergrößernDas Frachtschiff ...
(Bild: Arianespace)
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Bild vergrößern... MN Colibri wird in ...
(Bild: Arianespace)
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(Bild: Arianespace)
Arianespace, CNES, ESA und Roscosmos arbeiten derzeit am Aufbau einer Startanlage für russische Trägerraketen des Typs Sojus 2 in Kourou in Französisch-Guayana. Ein erster Start von der neuen Rampe soll im Jahr 2010 stattfinden. Um Vorbereitung und Start durchführen zu können, werden jetzt die Komponenten für zwei dreistufige Trägerraketen Sojus 2-1a und die zugehörigen Fregat-Oberstufen, ausreichende Mengen der entsprechenden Treibstoffe, darunter raffiniertes Kerosin, UDMH, N2O4 und Hydrazin, sowie ein Funktionsmodell der Oberstufe nach Kourou transportiert.

Die Ladung setzt sich aus rund fünfzig Containern zusammen. Ein Teil davon besteht aus speziellen Containern auf straßentauglichen Fahrgestellen, die im großen Fahrzeugdeck des Schiffes untergebracht wurden. St. Petersburg erreichte die Ladung auf dem Schienenweg. Die Fregat-Oberstufen werden bei NPO Lawotschkin in der Nähe von Moskau gebaut, die anderen Raketenstufen kommen vom Samara Raumfahrtzentrum.

Mit einem Sojus-Flug von Kourou wird man Kommunikationssatelliten mit einer Masse von bis zu drei Tonnen in den Geostationären Orbit bringen können, in Baikonur gestartet wären es maximal 1,8 Tonnen. Ebenso soll es möglich sein, Erdbeobachtungssatelliten mittlerer Größe oder Konstellationen mehrerer kleinerer Satelliten mit einer Sojus-Rakete von Kourou aus ins All zu bringen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt hat Arianespace bei den russischen Herstellern vierzehn Sojus-Raketen in Auftrag gegeben, für einen Großteil dieser Raketen sollen bereits die Nutzlasten festgelegt worden sein.

Wenn die beiden an Bord der MN Colibri befindlichen Trägerraketen so gestartet werden können wie vorgesehen, bringen diese den Kommunikationssatelliten HYLAS für die britische Avanti Communications Group plc. (Startmasse rund 2,3 Tonnen) beim Sojus-2-Jungfernflug sowie den Erdbeobachtungssatelliten Pléiades-1 der französischen Raumfahrtagentur CNES, Startmasse etwa eine Tonne, zusammen mit vier ELISA-Kleinsatelliten mit je rund 135 Kilogramm beim zweiten Sojus-Flug von Kourou aus in den Weltraum.

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Bild vergrößernDie Route der MN Colibri
(Grafik: Arianespace)
Um die von Arianespace vorgesehene Startrate von zwischen zwei und vier pro Jahr in Kourou umsetzen zu können, wird es erforderlich sein, die von der Compagnie Morbihannaise et Nantaise de Navigation aus Nantes, Frankreich, betriebene MN Colibri bzw. ihr Schwesterschiff MN Toucan jährlich ein bis zwei Mal von Russland nach Französisch-Guayana fahren zu lassen. Die einfache Distanz beträgt nach Angaben von Arianespace 5.119 nautische Meilen, das sind etwas mehr als 9.480 Kilometer.

Mit der Ankunft der MN Colibri in einem Hafen nahe Kourou wird in circa zwei Wochen gerechnet.

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