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Autor: Thomas Pallmann / 09. März 2011, 18:01 Uhr

Discovery beendet erfolgreich ihre letzte Mission

Um 17:57 Uhr MEZ setzte das Space Shuttle Discovery sicher auf der Landebahn 15 des Kennedy Space Centers auf und beendete damit nach 27 Jahren seinen Dienst als Orbiter in der Space Shuttle Flotte.

Quelle: NASA
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Discovery im Anflug
(Bild: NASA)
Die Astronauten wurden ein letztes Mal von der Bodenkontrolle in Houston mit dem Lied „Coming Home“ von Gwyneth Paltrow geweckt. Das Lied wurde der gesamten Besatzung gewidmet.

Die letzten Stunden in der Umlaufbahn verbrachte die Besatzung damit, die Bordsysteme des Space Shuttles auf die Landung vorzubereiten. Am Boden bereitete man sich ebenfalls auf die Ankunft der Discovery vor und legte dabei wie immer ein Hauptaugenmerk auf das Wetter in Florida. Dieses Mal zeigte sich das Wetter in Florida allerdings von seiner guten Seite und es gab keinerlei Hindernisse für Flugdirektor Tony Ceccacci, der für den Wiedereintritt und die Landung verantwortlich war, um das „Go“ für den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zu geben. Um 16:52 Uhr MEZ zündeten dann die orbitalen Steuerdüsen des Space Shuttle und verlangsamten das Space Shuttle soweit, dass es wenig später in die Atmosphäre eintrat. Um 17:57 Uhr MEZ landete dann der Orbiter sanft auf der Landebahn 15 des Kennedy Space Centers und setzte damit einen Schlusspunkt hinter die beeindruckende STS-133-Mission, die aufgrund der exzellenten Leistung von Discovery um zwei Tage verlängert werden konnte. Die Stelle auf der Landebahn, an der Discovery zum Stillstand gekommen ist, wurde vom Bodenpersonal mit einer Markierung versehen und soll in Zukunft an Discovery erinnern.

Während der fast 13-tägigen Mission installierte die Besatzung unter dem Kommando von Steve Lindsey das letzte amerikanische Modul an der Raumstation. Das permanente Mehrzweckmodul wird den Besatzungen der ISS dringend benötigten Stauraum bieten und zusammen mit dem Express Logistics Carrier 4 (ELC-4) die Station für die zukünftigen Aufgaben bereit machen. Steve Bowen, der erst wenige Wochen vor dem Start der Mission Tim Kopra als Missionsspezialist ersetzte, und Alvin Drew absolvierten außerdem zwei Außenbordeinsätze und erledigten dabei diverse Wartungsarbeiten an der Außenseite der Raumstation. Zusätzlich zu den Innen- und Außenarbeiten transferierte die Besatzung fast eine Tonne an Materialien und Versorgungsgütern vom Shuttle zur Raumstation und brachte den ersten humanoiden Roboter Robonaut 2 an Bord.

Mit dem Abschluss der STS-133-Mission ist Discovery nun der erste Orbiter, der ausgemustert wird. In ihrer Dienstzeit absolvierte die Discovery 39 Missionen und verbrachte insgesamt beeindruckende 365 Tage im Weltall. Zu den Highlights in Discoverys Karriere, die am 30. August 1984 mit dem Jungfernflug STS-41D begann, gehört das Aussetzen des Weltraumteleskops Hubble und Flüge zum Aufbau der Internationalen Raumstation. Discovery war das erste Shuttle, welches während der STS-60-Mission unter dem Kommando von James Wetherbee ein Rendezvous mit der Raumstation Mir durchführte. Auch wenn Discovery während dieser Mission nicht an die Mir ankoppelte, so lieferte diese Mission wertvolle Erkenntnisse, die für den späteren Aufbau der Internationalen Raumstation unersetzlich waren.

Die amerikanische Öffentlichkeit blickte auch auf die Discovery als den Orbiter, der nach den Unglücken der Challenger und Columbia die Nation wieder ins All zurückführte. Discovery war damit eine wichtige Testplattform, um neue Sicherheitsvorkehrungen zu verifizieren und somit das Leben der Astronauten besser zu schützen.

Die Techniker am Kennedy Space Center werden in den kommenden Monaten die wichtigsten Systeme des Orbiters ausbauen und Discovery auf ihre Zeit als Museumsstück vorbereiten. Die Smithsonian Institution wird die Discovery am Steven F. Udvar-Hazy Center ausstellen und dort das Space Shuttle Enterprise ersetzen.

Die nächste Mission des Space-Shuttle-Programms soll am 19. April starten und wird die letzte Mission der Endevour sein. STS 134 wird neben dem Express Logistics Carrier 3 das Alpha Magnetic Spectrometer 2 zur Internationalen Raumstation bringen. Während der 14-tägigen Mission soll die Besatzung, bestehend aus dem Kommandanten Mark Kelly, dem Piloten Gregory Johnson und den Missionsspezialisten Michael Fincke, ESA-Astronaut Roberto Vittori, Andrew Feustel und Gregory Chamitoff, insgesamt vier Außenbordeinsätze durchführen. Es sollen nach den derzeitigen Planungen die letzten Außenbordeinsätze sein, die von einer Space-Shuttle-Besatzung durchgeführt werden. STS 134 stellt außerdem die vorletzte Mission des Space-Shuttle-Programms dar.

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