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Autor: Günther Glatzel / 09. März 2013, 21:12 Uhr

Neue chinesische Raketen ab 2014

Wie bei der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua zu lesen war, plant man derzeit den Jungfernflug einer Rakete des Typs Chang Zheng 7 für nächstes Jahr.

Quelle: Xinhua, Wikipedia, Raumcon
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KACSTAerospace.org/CMSA

Studie der chinesischen Raumstation um 2020
(Bild: KACSTAerospace.org/CMSA)
Die CZ 7 soll etwa 13,5 t Nutzlast in einen niedrigen Erdorbit befördern können. Damit wäre sie das geeignete Transportmittel für zukünftige Frachtraumschiffe aus dem Land der Mitte, die vom derzeit im Orbit befindlichen Mini-Labor Tiangong abgeleitet werden. Der Name des Frachtschiffs soll in Bälde bekannt gegeben werden. Möglicherweise kommt die Rakete dann auch zum Start des Nachfolgers von Tiangong 1 zum Einsatz.

Dieses Labor soll in etwa zwei Jahren in eine Erdumlaufbahn gelangen und die Erfahrungen der chinesischen Raumfahrer und Ingenieure mit experimentellen Raumstationen vergrößern. Insbesondere soll Tiangong 2 nachgetankt werden können und über zwei Kopplungsaggregate verfügen, so dass Versorgungsschiffe ankoppeln und entladen werden können und somit längere Missionen chinesischer Raumfahrer ermöglichen.

Die CZ 7 soll wie CZ 5 und 6 mit Kerosin und flüssigem Sauerstoff arbeiten und damit sowohl umweltverträglicher als auch billiger werden als ihre Vorgänger. Startplätze werden auf jeden Fall im neuen Raumfahrtzentrum auf der Insel Hainan gebaut. Auch das Hainan Weltraum-Startzentrum soll 2015 in Betrieb gehen. Möglicherweise kann Tiangong 2 auf einer CZ 7 bereits von dort aus starten.

Tiangong 1 (sprich: Tjengung) bekommt derweil im Sommer erneut Besuch von einem bemannten Raumschiff aus dem Land der Mitte. Die Mission Shenzhou 10 (sprich: Schindschu) soll etwa 14 Tage dauern und eine dreiköpfige Besatzung transportieren. Darunter wird sich auch wieder eine Frau befinden. Nach der Rückkehr der Besatzung soll das Mini-Raumlabor noch etwa 2 Jahre unbemannt die Erde umrunden und die Zuverlässigkeit der Technik beweisen oder Schwachstellen aufdecken. Bisher funktioniert Tiangong 1 aber offenbar einwandfrei. Man verzichtet sogar ausdrücklich auf den Austausch verschiedener Systeme, die ursprünglich eigentlich erneuert werden sollten.

Geplant sind für die Mission Shenzhou 10 wissenschaftliche Untersuchungen zur Anpassung des Menschen an die Schwerelosigkeit, das Training von Reparaturmethoden sowie die Erprobung weiterer technischer Systeme, die für den Langzeitbetrieb einer Raumstation erforderlich sind. Zudem stehen wissenschaftliche Lektionen für Schüler auf dem Programm.

Um 2020 will China dann eine eigene Raumstation aufbauen, die aus wenigstens drei Modulen besteht und regelmäßig von Besatzungen sowie unbemannten Frachtraumschiffen angeflogen wird. Auch eine internationale Nutzung des Weltraumlabors hat man dabei im Sinn. Eine Beteiligung Chinas an der Internationalen Raumstation hatten die USA immer kategorisch abgelehnt.

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