Sojus-MS 10 - Fehlstart mit Folgen?
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Autor: Günther Glatzel / 09. März 2014, 13:28 Uhr

Erfolgreicher Erststufentest für CRS3-Träger Falcon 9

Am gestrigen Abend unserer Zeit lief ein Erststufentest in Vorbereitung auf den für den 16. März geplanten Start des vierten Dragon-Raumschiffs zur Versorgung der Internationalen Raumstation erfolgreich ab.

Quelle: NASASpaceflight, SpaceX, Skyrocket, Raumcon
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SpaceX

Bild vergrößernEinmal kurz Schub geben genügt für den Test.
(Bild: SpaceX)
Der Test umfasste Betankungsoperationen, Schubvektorkontrolle, Umschaltung auf interne Energieversorgung, Aktivierung des Flugabbruchsystems, Druckbeaufschlagung der Treibstofftanks und eine kurze Zündung aller Triebwerke über wenige Sekunden. Anschließend wurden die Treibstoffe wieder in die Vorratstanks gepumpt und die Rakete in den Vorbereitungshangar zurück gefahren. Der Test verlief dabei offenbar erfolgreich.

Erstmals wird eine Falcon 9 in der Version 1.1 ein Dragon-Raumschiff starten. Dabei nutzt man die höhere Kapazität einerseits, um die Nutzlast zur ISS zu erhöhen, andererseits soll erneut ein Punktlandungsversuch absolviert werden. Dies wurde zuletzt beim Start von CASSIOPE gemacht, wobei die Lagekorrektur, eine Bremszündung mit drei Triebwerken sowie eine Wiederzündung des zentralen Triebwerks zum finalen Abbremsen gelungen waren. Eine unerwartet aufgetretene Rotation hatte jedoch den Treibstoffvorrat für Lageregelungsoperationen aufgebraucht und Schwingungsdämpfer, die sich im Inneren der Tanks befanden beschädigt, da sie den Belastungen nicht gewachsen waren. Dadurch wurde die reguläre Treibstoffzufuhr unterbrochen und das Triebwerk abgeschaltet, so dass der optional angesetzte Versuch misslang, die Raketenstufe über der Wasseroberfläche komplett abzubremsen.

Dies steht nun auf dem regulären Testplan. Dabei kommen zusätzlich erstmals die Landebeine zum Einsatz. Sie sollen 10 Sekunden nach der finalen Zündung des mittleren Triebwerks ausgeklappt werden und eine Landung simulieren. Allerdings findet der Versuch bei Nacht statt, weshalb wahrscheinlich keine aussagekräftigen Bilder zu erwarten sind. Der Nachtstart ergibt sich aus der gegenwärtigen Lage von Umlaufbahn der Internationalen Raumstation und Startort zueinander und ist objektiv nicht zu vermeiden.

Eine Bergung der Erststufe aus dem Wasser des Atlantiks ist diesmal optional, wäre aber zur Untersuchung der Triebwerke nach einmaligem Einsatz sicherlich von Vorteil.

NASA

Bild vergrößernDragon-Raumschiff über der Erde
(Bild: NASA)
Beim dritten regulären Versorgungsflug einer Dragon-Kapsel zur Raumstation - der erste Flug zur ISS hatte noch Demonstrationscharakter - sollen knapp 1,6 t Material transportiert werden. Dazu gehören auf dem Hinweg neben Versorgungsgütern ein neuer US-Raumanzug (EMU = Extravehicular Mobility Unit), eine Außenfracht zur Erprobung von Kommunikationsmöglichkeiten mittels Laser (OPLS = Optical Payload for Lasercomm Science) sowie ein Gerätekomplex mit 4 HD-Kameras kommerzieller Betreiber, der ebenfalls außenbords installiert werden soll (HDEV = High Definition Earth Viewing).

Auf dem Rückweg will man vor allem eine große Zahl von Proben vorangegangener Experimente mit nehmen. Dazu befinden sich drei Kühlgeräte an Bord der Dragon-Landekapsel, ein GLACIER (General Laboratory Active Cryogenic ISS Experiment Refrigerator) und zwei MERLIN (Microgravity Experiment Research Locker Incubator).

Dragon-CRS 3 soll am 16. März an der Spitze einer Falcon 9 v1.1 gestartet, am 18. März mittels Stationsmanipulator am ISS-Modul Harmony angelegt und am 17. April auf die gleiche Weise wieder von der ISS gelöst und zur Rückkehr zur Erde losgelassen werden. Zusatznutzlasten der Rakete sind die Kleinsatelliten All-Star-THEIA, KickSat 1, SporeSat, TechCube 1, LMRSat, TSAT (TestSat-Lite) und Hermes 2. KickSat 1 soll dabei 128 Platinen (sogenannte ChipSats) mit Abmessungen von 3,5 x 3,5 cm auswerfen, auf denen sich je 2 Solarzellen, ein Gyroskop zur Lagestabilisierung sowie Sender und Empfänger für Amateurfunker befinden. Jeder "Kobold" (Sprite) hat eine Masse von etwa 5 Gramm und soll bereits nach etwa 6 Wochen in der Erdatmosphäre verglühen.

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