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Autor: Günther Glatzel / 10. Mai 2010, 20:26 Uhr

Hayabusa 7 Jahre im All

Die japanische Asteroidensonde Hayabusa, die den Kleinkörper Itokawa angeflogen hatte, war am 9. Mai 2010 genau 7 Jahre im All und steht kurz vor ihrer Rückkehr zur Erde.

Quelle: JAXA
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Beim Eintritt in die Erdatmosphäre wird die Sonde allerdings zerstört. Zuvor wird eine kleine Landekapsel abgetrennt, die den Absturz überstehen und durch einen Fallschirm gebremst den Erdboden halbwegs unversehrt in Australien erreichen soll. In ihrem Inneren befinden sich eventuell Staubkörnchen von der Oberfläche des Asteroiden.

Vom 1. bis 4. Mai dauerte das erste von vier Bahnkorrekturmanövern mittels eines Ionentriebwerks an. Nach drei weiteren sogenannten TCM (Trajectory Correction Manoeuvres) soll der geplante Eintrittspunkt möglichst genau getroffen werden. Nach dem letzten Manöver wird die Landekapsel von der Sonde abgetrennt. Sie ist mit einem Hitzeschutz und Fallschirmen versehen, so dass sie den Absturz überstehen kann. Die Hauptsonde Hayabusa wird allerdings in den dichten Schichten der Erdatmosphäre verglühen. Der Wiedereintritt findet am 13. Juni mit etwa 12 Kilometern pro Sekunde statt.

JAXA/ISAS

Die "Zielbahn" der Asteroidensonde Hayabusa.
(Bild: JAXA/ISAS)

Ursprünglich sollte die Landekapsel in einer früheren Flugphase von der Muttersonde getrennt werden. Da sich die ursprünglich für 2005 geplante Einleitung der Rückkehr von Hayabusa aufgrund einer Kommunikationsunterbrechung und Problemen mit Triebwerken und Lageregelung um 2 Jahre verzögerte, geht man von einem schlechten Zustand der Batterie in der Landekapsel aus. Kurz vor dem Eintritt wird die Sonde so gedreht, dass die Sonne die Kapsel aufwärmt. Dies trifft dann auch auf die Batterie zu, was deren Zuverlässigkeit erhöhen sollte. Allerdings muss dabei die Sonde zuvor auf einen Kurs gebracht werden, der sie direkt in die Erdatmosphäre stürzen lässt.

Wir haben seit dem Start der Sonde 2003 ausführlich über deren Mission berichtet. Raumcon:
 
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