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Autor: Andreas Weise / 10. August 2016, 16:01 Uhr

Rosetta, Philae und (k)ein Ende …..

Pressekonferenz und Ausstellungseröffnung im Naturkundemuseum Berlin

Quelle: Pressekonferenz
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A. Weise

Bild vergrößernNaturkundemuseum Berlin
(Bild: A. Weise)
Am 30. September 2016 ist alles vorbei. Dann wird die Raumsonde Rosetta voraussichtlich gegen 11:10 Uhr UTC auf dem Kometen Tschurjumow-Gerassimenko „impaktieren“, also auftreffen. Dabei wird die Sonde mit einer Geschwindigkeit von 20 bis 25 Zentimetern pro Sekunde auf der Kometenoberfläche aufschlagen. Dies berichtete Dr. Stephan Ulamec, DLR-Projektleiter für den Lander Philae, am 8. August 2016 auf einer Pressekonferenz im Naturkundemuseum in Berlin am Rande einer Ausstellungseröffnung.

Lange habe man nach den passenden Worten gesucht, „Crash“ oder „Landung“ wären nicht die richtigen Beschreibungen, so Ulamec. Zu dem abschließenden Vorgang um Rosetta werde es selbstverständlich einen Livestream der ESA im Internet geben, versicherte der Wissenschaftler. Die Forscher rechneten auf den letzten hundert Metern des Abstieges noch einmal mit ganz tollen Daten, speziell mit hoch aufgelösten Bildern, führte Ulamec aus. Es sei damit zu rechnen, dass der Kontakt circa eine Sekunde nach Aufschlag oder Landung auf dem Kometen abbrechen wird, da sich die Antenne dann vermutlich nicht mehr in der entsprechenden Ausrichtung befindet.

Auf die Frage, ob man den Lander Philae zwischenzeitlich zweifelsfrei lokalisiert hätte, antwortete Ulamec, dass man Bilder von einer Auflösung von circa 6 bis 7 Zentimeter Pixelgröße besitze, man den Lander aber leider noch nicht zweifelsfrei identifiziert habe. Auf eine weitere Frage, was man gelernt hätte, kam die Antwort, dass man sehr überrascht gewesen sei, dass sich die Oberfläche als so hart erwies. Man hätte eher mit einer Art Neuschnee oder größeren Staubschichten gerechnet. Vorgefunden wurde aber eine Oberfläche ähnlich der festen Eises. Mit der Auswertung der Daten sei man noch mindestens die nächsten fünf Jahre beschäftigt.

A. Weise

Bild vergrößernKometenmodell im Naturkundemuseum Berlin
(Bild: A. Weise)
Wer die Faszination „Kometenfieber mit Rosetta und Philae“ sofort erleben will, der braucht nur in das Naturkundemuseum in Berlin zu gehen. Hier hat das DLR zusammen mit dem Naturkundemuseum Berlin eine Sonderausstellung zur Rosetta-Mission zusammengestellt. Die Ausstellung ist vom 9. August 2016 bis zum 24. Januar 2017 während der normalen Öffnungszeiten des Museums zu besichtigen.

Mittelpunkt der Schau ist ein Modell des Kometen von 4,3 mal 3,6 Metern im Maßstab 1:1.000. Dieses ist zum Größenvergleich auf die Umrisse des Stadtbezirkes Berlin-Mitte projiziert, wo es eine Fächer etwa vom Checkpoint Charlie bis zum Hauptbahnhof einnimmt.

Ein Besuch lohnt sich. Und vielleicht veranstaltet das Naturkundemuseum zum Impakt von Rosetta eine Sonderveranstaltung. Übrigens: Mit Impakt-Folgen kennt man sich hier aus. Die Saurier, speziell der T-Rex, sind gleich nebenan... .

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