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Autor: Raumfahrer.net Redaktion / 12. Februar 2019, 11:25 Uhr

RUAG-Space: Erstes 3D-Teil landet bald auf dem Mond

RUAG Space hat die erste 3D-gedruckte Komponente für einen Mondlander entwickelt. Diese Struktur wird das Triebwerk eines Raumfahrzeugs des israelischen Unternehmens SpaceIL in richtiger Position halten. Derzeit ist der Start des Raumfahrzeugs für den 22. Februar 2019 geplant. Eine Pressemitteilung der RUAG Space GmbH Wien.

Quelle: RUAG Space GmbH Wien
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SpaceIL

Bild vergrößernLander von SpaceIL auf der Mondoberfläche - Illustration
(Bild: SpaceIL)
Zürich, 12. Februar 2019. Eine 3D-Triebwerkhalterung von RUAG Space wird die erste 3D-gedruckte Komponente auf dem Mond sein. Sie ist Teil des Mondlanders des israelischen Privatunternehmens SpaceIL, welcher Mitte Februar ins All starten soll. Das Raumfahrzeug wird eine Aluminiumstruktur aus dem 3D-Drucker als Halterung für sein Haupttriebwerk verwenden. Die Struktur wurde von RUAG Space, Europas führendem Raumfahrtzulieferer mit Sitz in Zürich, entwickelt.

"Unsere 3D-Komponente wird das Raumfahrzeug bei seiner Landung und Bewegung auf dem Mond unterstützen", erklärt Peter Guggenbach, CEO von RUAG Space. RUAG Space ist ein Pionier im Bereich des 3D-Drucks für den Weltraum.

3D-Druck: schnellere Produktion, geringeres Gewicht
„Mit dem 3D-Druck profitieren unsere Kunden von einer schnelleren und kostengünstigeren Produktion“, sagt Guggenbach. Im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren bietet der 3D-Druck eine Vielzahl von Vorteilen. Der 3D-Druck ermöglicht die Herstellung von leichteren Metall- oder Kunststoffteilen. "Gewichtsreduzierung ist ein entscheidender Faktor in der Raumfahrtindustrie", erklärt Guggenbach. "Je leichter ein Satellit, desto geringer die Kosten. Jedes Kilogramm weniger spart Geld, da weniger Energie für den Transport des Satelliten in seine Umlaufbahn benötigt wird."

RUAG Space / SpaceIL

Bild vergrößern3D-gedruckte Halterung stützt das Triebwerk der Mondlanders - Illustration
(Bild: RUAG Space / SpaceIL)
Neben leichteren Teilen ermöglicht der 3D-Druck auch die Herstellung von Gebilden, die im Vergleich zu herkömmlichen Produktionsarten wie z.B. dem Fräsen, Drehen oder Schleifen, eine höhere Leistung bei geringerer Masse bieten.

Zweimonatige Reise durch das Weltall
Die Mission von SpaceIL wäre die erste Mondlandung, die nicht von der Regierung eines Staates, sondern von einem Privatunternehmen durchgeführt wird. Der Start soll Mitte Februar erfolgen und die Landung ist am Ende der zweimonatigen Reise durch das Weltall vorgesehen. Nach der Landung auf der Mondoberfläche soll das Raumfahrzeug Fotos und Videos sowie Daten über das Magnetfeld des Mondes zurücksenden.

3D-Druck bei RUAG-Space
Seit 2014 entwickelt RUAG Space Raumfahrtkomponenten auf Basis der sogenannten Additive Manufacturing (3D-Druck)-Technologie. RUAG Space entwarf die Komponente für die SpaceIL-Mondmission und qualifizierte sie für den Weltraum. Für die Herstellung der 3D-Druckstruktur beauftragte RUAG Space das US-Unternehmen MORF3D, einen führenden Anbieter von Additive Manufacturing-Lösungen für die Luft- und Raumfahrtindustrie.

Über RUAG Space
RUAG Space ist der führende Zulieferer für die Raumfahrt in Europa mit einer wachsenden Präsenz in den USA. Rund 1300 Mitarbeitende in sechs Ländern entwickeln und produzieren Produkte für Satelliten und Trägerraketen – dadurch spielt RUAG Space eine zentrale Rolle sowohl im institutionellen ebenso wie im kommerziellen Raumfahrtmarkt. RUAG Space ist Teil des internationalen Technologieunternehmens RUAG mit Sitz in der Schweiz.

RUAG entwickelt und vertreibt international gefragte Technologieanwendungen in den Bereichen Luft- und Raumfahrt sowie Sicherheits- und Wehrtechnik für den Einsatz zu Land, in der Luft und im Weltraum. Die Produkte und Dienstleistungen von RUAG sind zu 56 % für den zivilen und zu 44 % für den militärischen Markt bestimmt. Konzernsitz ist Bern (Schweiz). Standorte befinden sich in der Schweiz sowie in 15 weiteren Ländern in Europa, den USA und Asien-Pazifik. RUAG erwirtschaftet einen Umsatz von rund CHF 1.96 Mrd. und zählt über 9200 Arbeitsplätze – davon 400 für Lernende.

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