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Autor: Günther Glatzel / 12. Juli 2009, 20:05 Uhr

Rendezvoustest an Swesda-Zenit erfolgreich

Soeben wurde das Annäherungssystem KURS am neuen oberen Kopplungsplatz des Moduls Swesda getestet. Progress-M 02M näherte sich automatisch wie vorgesehen bis auf etwa 10 Meter an.

Quelle: NASA, Roskosmos
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NASA-TV

Progress-M 02M im Anflug auf die ISS am 12. Juli. (Bild: NASA-TV)
Damit konnte nachgewiesen werden, dass die Radarsysteme, die am 1. Juni von Gennadi Padalka und Michael Barratt während eines Ausstieges installiert und angeschlossen wurden, korrekt funktionieren. Auch der Frachter konnte beweisen, dass seine digitale Steuerung den Anforderungen gerecht wird.

Eine Kopplung an diesem Port war nicht vorgesehen und wäre auch nicht möglich gewesen, da sich die Kopplungsaggregate vor allem in ihrer Größe unterscheiden. Swesda-Zenit verfügt über einen größeren Andockring, der für Stationsmodule ausgelegt ist. Im November soll hier das russische Mini-Forschungsmodul 2, das weitgehend mit dem Ausstiegs- und Kopplungsmodul Pirs identisch ist, ankoppeln. Pirs wird wahrscheinlich 2012 abgekoppelt, kurz bevor ein größeres Mehrzweckmodul an dessen gegenwärtiger Position an Swesda-Nadir eintrifft.

Die Annäherung von Progress-M 02M erfolgte von der Erde, also von unten aus. Da die Kopplungsstelle aber an der Oberseite der Station liegt, musste diese zuvor auf den Rücken gedreht werden. Während der Annäherung wurden Videobilder und Daten zur Erde übertragen. Der Anflug wurde außerdem von Bord der Internationalen Raumstation aus überwacht. Diese verfügt dazu über das Fernsteuerungssystem TORU.

NASA-TV

Sojus-TMA 14 bei Annäherung an das Kopplungs- und Ausstiegsmodul Pirs. Im Vordergrund sieht man das Heck des Schwesterschiffs Sojus-TMA 15.
(Bild: NASA-TV)
Damit ist der Raumschiffreigen um die Station herum noch nicht vorbei. Am 2. Juli hatten drei Besatzungsmitglieder der ISS ihr Raumschiff Sojus-TMA 14 bestiegen, vom Heck abgekoppelt und nach wenigen Minuten am zuvor frei gewordenen Port des Moduls Pirs wieder angedockt. Dadurch wurde der Heckstutzen für das nächste Progress-Raumschiff frei. Am Heck angekoppelte Frachter können Bahnanhebungen oder Ausweichmanöver besser durchführen als an einer anderen Andockposition. Sie verfügen dazu, im Gegensatz zu den bemannten Sojus-Raumschiffen, über einen speziellen Treibstoffvorrat.

An- und Abflüge in diesen Tagen:
  • 30. Juni: Abkoppeln von Progress-M 02M von Pirs
  • 02. Juli: Umkoppeln von Sojus-TMA 14 von Swesda-Heck nach Pirs
  • 12. Juli: Testannäherung von Progress-M 02M an Swesda-Zenit
  • 17. Juli: Ankopplung der Endeavour am Bug der ISS
  • 29. Juli: Abkopplung der Endeavour
  • danach: Ankopplung des Frachters Progress-M 67 am Heck der Station (durch STS-127-Verschiebung wahrscheinlich später als ursprünglich geplant)
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