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Autor: Thomas Weyrauch / 12. Juli 2016, 05:22 Uhr

GEO-IK-2: Tests teilweise abgeschlossen

Der russische Satellitenbauer Reschetnjow Informational Satellite Systems teilte am 7. Juli 2016 mit, dass die Tests der raumflugtechnischen Systeme des am 4. Juni 2016 gestarteten Geodäsiesatelliten vom Typ GEO-IK-2 abgeschlossen wurden.

Quelle: Reschetnjow
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Schwerter zu Pflugschaaren
Der GEO-IK-2-Satellit wurde von einer ehemaligen Interkontinentalrakete, einer sogenannten Konversionsrakete vom Typ Rockot, in den Weltraum transportiert. Mittlerweile ist der Satellit mit einer Startmasse von rund 900 Kilogramm auf einer Bahn mit einem der Erde nächsten Bahnpunkt von 945 Kilometern über der Erde und einem erdfernsten Bahnpunkt von 968 Kilometern unterwegs. Die Neigung der aktuellen Bahn beträgt 99,3 Grad. Für einen Erdumlauf benötigt GEO-IK-2 Nr. 12 derzeit rund 104 Minuten.

Reschetnjow

Bild vergrößernGEO-IK-2-Satellit - Illustration
(Bild: Reschetnjow)
Der Erdtrabant besitzt einen zentralen Gerätebehälter mit einem Durchmesser von rund 1,3 Metern. Die Erdbeobachtungsnutzlast umfasst unter anderem ein Dopplersystem, einen Entfernungsmesser und einen Reflektor für Laserlicht. Bestandteile der Beobachtungsnutzlast sind außerdem ein System zur Bereitstellung einer synchronisierten Zeitbasis sowie Empfänger für Navigationssignale der Systeme GloNaSS (Russland) und GPS (USA).

Eventuell ebenfalls an Bord befindet sich ein Mikrowellenradiometer namens Miram vom russischen wissenschaftlichen Forschungsinstitut für den Instrumentenbau für die Raumfahrt (RNII KP / РНИИ КП) in Moskau.

Hilfe aus dem Westen
Das Hauptinstrument der Beobachtungsnutzlast, ein Radiohöhenmesser, kommt vom französisch-italienischen Luft- und Raumfahrtkonzern Thales Alenia Space. Das SADKO-2 genannte Instrument wurde vom Höhenmesser mit der Bezeichnung Poseidon-2 des französischen Erdbeobachtungssatelliten Jason-1 abgeleitet. Die Hauptantenne des Instruments hat einen Durchmesser von rund 1,2 Metern.

Dual-Use-Raumfahrzeug
Der Satellit soll Russland Daten zur Überarbeitung eines geodätischen Koordinatensystems liefern, die Drift der Kontinentalplatten beobachten sowie den Tidenhub und andere weltweite natürliche Phänomene untersuchen.

Die Daten des Satelliten mit einer Auslegungsbetriebsdauer von fünf Jahren werden Eingang in neues kartographisches Material finden, und zur Steuerung und Zielprogrammierung von Marschflugkörpern und Raketen verwendet werden können. Zusammen mit einem Schwestersatelliten soll GEO-IK-2 Nr. 12 Bestandteil des Weltraumsegments eines mehrschichtigen militärischen geodätischen Messkomplexes werden.

Tests der Erdbeobachtungsnutzlast des Anfang Juni gestarteten GEO-IK-2 haben laut Reschetnjow zwischenzeitlich begonnen, nach dem man festgestellt hatte, dass die raumflugtechnischen Systeme des Satelliten funktionieren wie vorgesehen. Die Systeme für Antrieb und Lageregelung, zur Stromerzeugung (Nennleistung 1.000 Watt) und Energiespeicherung, zum Kommandoempfang und zur Telemetrieweiterleitung arbeiten also zufriedenstellend. Entsprechende Nachweise für die einzelnen Komponenten der Beobachtungsnutzlast sind jetzt zu erbringen.

GEO-IK-2 Nr. 12 alias Kosmos 2.517 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.579 und als COSPAR-Objekt 2016-034A.

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