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Autor: Thomas Weyrauch / 12. November 2009, 07:46 Uhr

JAXA meldet HAYABUSA-Triebwerksausfall

Die japanische Agentur für Luft- und Raumfahrtforschung JAXA meldete am 9. November 2009, dass auch das vierte Ionentriebwerk an Bord der Asteroidensonde HAYABUSA nicht mehr in Betrieb ist.

Quelle: JAXA
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JAXA

HAYABUSA über 25143 Itokawa - Illustration
(Bild: JAXA)
Der Ausfall des Triebwerks D war am 4. November 2009 festgestellt worden. Während Spezialisten der JAXA versuchen, den Grund für den Triebwerksausfall herauszufinden, wurde probiert, das Triebwerk D wieder in Betrieb zu setzen, bis zum 9. November jedoch erfolglos.

Die übrigen Triebwerke A, B und C an Bord der Sonde laufen ebenfalls nicht. Triebwerk A war kurz nach dem Start wegen Instabilität abgeschaltet worden. Triebwerk B wurde wegen Verschleißerscheinungen seit April 2007 nicht mehr benutzt. Auch bei den Triebwerken C und D sind bereits Verschleißerscheinungen aufgetreten, aufgrund derer vermutlich jetzt das Triebwerk D ausgefallen ist. Triebwerk C wurde zuletzt nicht eingesetzt, soll aber betriebsbereit sein. Zusammen haben es die vier Ionentriebwerke bis jetzt auf fast 40.000 Betriebsstunden gebracht.

JAXA

HAYABUSAs Ionentriebwerke - Illustration
(Bild: JAXA)
Am 9. Mai 2003 war HAYABUSA auf einer M5-Rakete im japanischen Kagoshima gestartet worden. Die Sonde befindet sich aktuell auf dem Weg zurück zur Erde, die sie nach den bisherigen Plänen im Juni 2010 erreichen sollte. Ob das der angeschlagenen Sonde, die bereits mit ausgefallenen Reaktionsrädern und Akkumulatorenzellen sowie mit einem Treibstoffleck zu kämpfen hatte, gelingt, bleibt abzuwarten.

Mitte September 2005 besuchte die Sonde den Asteroiden 25143 Itokawa. Ein Versuch, im November 2005 kontrolliert auf dem Asteroiden zu landen, schlug fehl. Da man aber davon ausging, dass nach Bodenkontakten trotzdem etwas Material in eine Probenkammer der Sonde gelangt ist, wurde diese versiegelt und die Sonde auf den Rückweg zur Erde geschickt.

Die ursprünglich als MUSES-C bezeichnete Sonde HAYABUSA ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 27809 bzw. als Objekt 2003-019A.

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