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Autor: Thomas Pallmann / 13. Februar 2011, 22:13 Uhr

STS 133: Einmalige Fotogelegenheit

Die amerikanische Weltraumbehörde geht derzeit der Möglichkeit nach, mithilfe einer russischen Sojus-Kapsel, die Internationale Raumstation in voller Pracht mit all ihren Raumfahrzeugen zu fotografieren.

Quelle: NASA
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Nasa

Bild vergrößernDie ISS während des STS-132-Flyaround
(Bild: NASA)
Während der STS-133-Mission, die nach derzeitigem Stand am 24. Februar starten soll, werden sich alle Raumfahrzeuge der Partnernationen an der Internationalen Raumstation befinden. Neben einer russischen Sojus-Kapsel und einem Progress-Frachttransporter, sowie dem amerikanischen Space Shuttle, werden noch das japanische HTV Kounotori 2 und das europäische ATV Johannes Kepler anwesend sein. Diese einmalige Gelegenheit möchte die NASA gerne nutzen, um ein einzigartiges Gruppenfoto der Internationalen Raumstation zu erhalten.

Der Plan würde vorsehen, dass die Besatzung des Raumschiffes Sojus TMA-01M, bestehend aus den Kosmonauten Alexander Kaleri und Oleg Skripochka, sowie dem derzeitigen Kommandanten der ISS Scott Kelly, von der Raumstation abkoppelt und einen sogenannten Flyaround durchführt. Nach Abschluss des Manövers würde die Besatzung dann wieder zur Station zurückkehren.

Sollte der Plan genehmigt werden, so hätte man zwei Möglichkeiten diesen in die Arbeitszeit der Astronauten einzugliedern. Die erste Möglichkeit sähe den Flyaround am neunten Flugtag vor. Allerdings hätte die Besatzung der Raumstation dann nur vier Stunden Schlaf. Alternativ könnte man den Zeitplan vom achten Flugtag um fünf Stunden kürzen, um so der Besatzung die volle Erholungszeit zu ermöglichen. Dies hätte allerdings zur Folge, dass Kommandant Scott Kelly die geplanten Arbeiten im neuen permanenten Mehrzweckmodul Leonardo nicht abschließen könnte. Außerdem müssten viele Aufgaben der Sojus Besatzung auf andere Crewmitglieder verteilt werden.

Nasa

Bild vergrößernAtlantis während der STS-71-Mission
(Bild: NASA)
Die zweite Möglichkeit würde eine Verlängerung der STS-133-Mission um einen zusätzlichen Tag vorsehen. Der Flyaround würde dann am neuen neunten Flugtag stattfinden, während Flugtag 10 und 11 (vorher Flugtag 9 und 10) ohne Veränderung durchgeführt werden könnten.

Ein ähnliches Manöver wurde bereits 1995 durchgeführt, um das Space Shuttle Atlantis während der STS-71-Mission zu fotografieren, als es von der Raumstation Mir abkoppelte. Damals kam es allerdings zu einem Zwischenfall, als die Raumstation für kurze Zeit unbemannt war. Nachdem das Shuttle und die Sojus von der Station getrennt waren, fielen die Bordcomputer der Mir aus. Dies führte dazu, dass die Besatzung der Mir schnellstmöglich wieder an die Station ankoppeln musste, bevor diese außer Kontrolle geraten wäre.

Derzeit ist allerdings noch unklar, ob die russische Raumfahrtbehörde ihre Zustimmung zu diesem Vorschlag erteilt, da einige Vorbereitungen getroffen werden müssen. Insgesamt würde die Besatzung der ISS ungefähr 15 Stunden brauchen, um den Plan umzusetzen. Acht Stunden würden alleine für die Aktivierung und Vorbereitung der Sojus-Kapsel gebraucht. Die Besatzung müsste außerdem einige Trainingseinheiten durchlaufen. Zu diesen Einheiten würde auch eine dreistündige Übung für die Rückkehr zur Erde gehören, falls man aufgrund einer technischen Störung nicht mehr an die Raumstation ankoppeln kann.

Es bleibt daher abzuwarten, wie sich die Raumfahrtbehörden einigen. Diese Gelegenheit würde sich allerdings nicht noch einmal bieten, da die Space-Shuttle-Flotte noch in diesem Jahr ausgemustert wird. Ein solches Foto der kompletten Internationalen Raumstation mit all seinen Komponenten und Versorgungstransportern wäre daher für die NASA ein schönes Geschenk, um das Space-Shuttle-Programm zu würdigen.

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