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Autor: Klaus Donath / 13. April 2010, 16:16 Uhr

STS-131-Crew absolviert ihren letzten Außeneinsatz

Nach 6 Stunden und 24 Minuten beendeten Rick Mastracchio und Clay Anderson ihren Weltraumausstieg mit dem Unter-Druck-Setzen der Luftschleuse im amerikanischen Modul Quest. Aufgrund von Problemen bei der Befestigung des aufgebrauchten Ammoniaktanks konnten nicht alle geplanten Aufgaben erledigt werden.

Quelle: NASA
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Bild: Installation des Ammoniaktanks
Video: EVA-3 im Zeitraffer, Quelle: NASA
Houston hatte den beiden Astronauten schon gratuliert, als Rick Probleme beim Anbringen des letzten von 4 Bolzen bekam, welche den Tank in der Nutzlastbucht der Discovery fixieren. Er meldete eine fehlerhafte Ausrichtung und so musste auch Clay Anderson zum Tank zurückkehren, um bei der Lösung des Problems mitzuarbeiten, denn er hatte sich kurz vorher schon auf den Weg zum Columbus Modul gemacht, wo er eine Struktur zur Anbringung von Experimenten entfernen sollte.

Nachdem Houston den Tipp gegeben hat, auch Bolzen Nummer 3 nochmal zu lösen, um den Tank richtig auszurichten, konnte schließlich auch der Problembolzen richtig festgezogen werden. Dadurch wurde allerdings viel Zeit verbraucht und so musste Mission Control entscheiden, die Aufgabe am Columbusmodul aufgrund von Zeitmangel zu streichen. Die verbliebene Zeit beschäftigten sich beide Astronauten stattdessen mit einigen Get-ahead Tasks welche bereits einige Arbeiten in Vorbereitung auf die nächste Shuttle-Mission STS 132 enthielten. Dazu gehörte die Anbringung von Werkzeugkästen an der Luftschleuse sowie die Vorbereitung der Anbringung einer Antenne.

Gleich am Anfang der EVA (Extra Vehicular Activity = Außenbordaktivität) wurden die Verbindungen zum neu gelieferten Ammoniaktank hergestellt und nicht mehr benötigte Mikrometeoritenschutzmatten vom Quest-Modul entfernt.

Noch während der EVA meldete Houston Probleme mit einem der N2-Ventile welche dafür sorgen, dass das Ammoniak mit Hilfe von Druckaufbau aus dem Tank in das Kühlsystem gepumpt wird. Die Diskussionen bezüglich dieser Anomalie dauern zur Stunde noch an.

NASA

Astronaut Rick Mastracchio macht ein Foto vom spektakulären Ausblick
(Bild: NASA)
Dieser Weltraumspaziergang ist der letzte geplante Ausstieg während einer Shuttle-Mission mit dem Orbiter Discovery. Für deren nächsten Flug, STS 133, ist nach neusten Informationen keine EVA mehr geplant. Die beiden Raumanzüge werden nun transportfertig gemacht und am zehnten Flugtag wieder im Shuttle verstaut.

In der Zwischenzeit hat das DA-Team (Damage Assessment Team) seinen Report zum Zustand des Hitzeschutzes der Raumfähre vorgelegt. Demnach wurden keine Beeinträchtigungen gefunden, welche eine sichere Rückkehr der Crew am kommenden Montag verhindern. Äußerlich auffällig war lediglich eine abgefallene Kachel am Seitenleitwerk hinten, was aber an dieser Stelle keine Probleme verursachen wird.

Zu den noch bevorstehenden Aufgaben gehört neben der Installation des Logistikmoduls Leonardo wieder zurück in die Nutzlastbucht auch eine letzte Untersuchung des Hitzeschildes mit dem Shuttle-eigenen Roboterarm, welche normalerweise erst nach dem Abdocken von der ISS durchgeführt wird. Aufgrund des Ausfalls der KU-Band-Antenne muss die Inspektion allerdings noch im angedockten Zustand gemacht werden, um die stationseigene Ku-Band-Antenne für die großen Datenmengen, die dabei anfallen, nutzen zu können.

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