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Autor: Günther Glatzel / 14. August 2009, 20:03 Uhr

Japans Weltraum-Frachter wird startklar gemacht

In dieser Woche wurden die Tanks des Antriebssystems mit Hydrazin und Stickstofftetroxid gefüllt. Außerdem wird letzte Fracht verstaut. Nach abschließenden Tests soll in den nächsten Tagen die Nutzlastverkleidung aufgesetzt werden.

Quelle: JAXA, SpaceFlightNow, Raumcon
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JAXA

HTV 1 in der Montagehalle
(Bild: JAXA)
Das H-II Transfer Vehicle ist neben dem größten Labormodul, einem Logistikmodul sowie einer Außenplattform nebst Manipulatorarm ein weiterer wichtiger Beitrag der Japaner zur Internationalen Raumstation. Der Start zu seinem Erstflug ist für den 10. September, 19:04 Uhr MESZ angesetzt. Am 16. September soll HTV 1 eine stabile Warteposition am Bug der ISS eingenommen haben und anschließend vom kanadischen Roboterarm eingefangen und am von den USA bestellten und in Italien gebauten Verbindungsknoten Harmony angekoppelt werden.

Das Raumfahrzeug mit einer Masse von etwa 10,5 Tonnen bringt einiges an Außen- und Innenfracht zur Station. Für die Außenplattform Japanese Exposed Facility (JEF) sind das Experiment SMILES (Superconducting Submillimeter-Wave Limb-Emission Sounder) sowie der zweiteilige HREP-Messkomplex HICO & RAIDS an Bord. HICO (Hyperspectral Imager for the Coastal Ocean) dient der Erprobung von Hyperspektralabbildung am Beispiel von Küstenregionen, RAIDS (Remote Atmospheric and Ionospheric Detection System) der Erforschung von Erdatmosphäre und Ionosphäre. Hinzu kommt eine ebenfalls außenbords zu benutzender Roboterarmerweiterung für filigrane Tätigkeiten (Small Fine Arm).

JAXA

Bild vergrößernDas HTV soll mittels Stationsmanipulator angedockt werden.
(Bild: JAXA)
Über Luken zwischen Unity und HTV 1 wird die übrige Fracht zugänglich, die im Inneren der Station verwendet wird. Dazu gehören ein US-Rack (Express Rack 8) sowie der Inhalt von 7 Frachtregalen (HTV Resupply Racks), darunter Versorgungsgüter, Verbrauchsmaterialien und Experimentiernachschub.

Nach etwa 3 Wochen wird der Frachter, mit Abfällen beladen, abgekoppelt und gezielt in den dichten Schichten der Erdatmosphäre zum Verglühen gebracht. Wie alle derzeit verwendeten ISS-Frachtschiffe kann HTV keine Nutzlast zur Erde zurückbringen, da es über keinen Hitzeschutz verfügt.

Für die japanische Raumfahrt stellt das Unternehmen HTV 1 in mehrfacher Hinsicht eine Prämiere dar. Die Trägerrakete H-II wird in einer neuen Konfiguration eingesetzt, HTV selbst führt seinen Jungfernflug aus und das Kopplungsverfahren durch Einfangen mittels Manipulatorarm wird erstmals an der Internationalen Raumstation eingesetzt. An den zurückliegenden Tagen haben Mitglieder der gegenwärtigen Stationsbesatzung dafür trainiert.

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