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Autor: Thomas Weyrauch / 15. Mai 2016, 21:23 Uhr

Reschetnjow baut weitere Satelliten für RSCC

Der russische Satellitenbauer Reschetnjow wird für die russische föderale Satellitenkommunikationsgesellschaft (Russian Satellite Communications Company, RSCC) die beiden Kommunikationssatelliten Express 80 und Express 103 bauen, gab Reschetnjow am 13. Mai 2016 bekannt.

Quelle: good-paper.com, hdbox.ws, Reschetnjow, RSCC, ruaviation.com
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Nach Angaben von Reschetnjow werden beide Satelliten auf dem hauseigenen Bus Express-1000 basieren. Die Kommunikationsnutzlasten beider Satelliten will Reschetnjow wie bei zahlreichen Vorgängerprojekten vom französisch-italienischen Luft- und Raumfahrtkonzern Thales Alenia Space (TAS) beziehen.

Die Integration der beiden Raumfahrzeuge soll bei Reschetnjow in Schelesnogorsk bei Krasnojarsk in Sibirien erfolgen. Gestartet werden die Satelliten voraussichtlich zusammen auf einer Proton-M-Rakete. Raketen dieses Typs haben Doppelstarts mit auf dem Bus Express-1000 basierenden Satelliten bereits erfolgreich absolviert.

Ruaviation.com hatte Anfang des Jahres berichtet, RSCC-Generaldirektor Juri Prochorow habe geäußert, die Tatsache, dass die Proton-M-Raketen und die Breeze-M-Oberstufen in Russland hergestellt würden, sei hinsichtlich der Entscheidung über das vorzusehende Trägersystem von großer Bedeutung. Der stellvertretende RSCC-Direktor Alexander Ganin soll laut gleicher Quelle angekündigt haben, in naher Zukunft würden alle Proton-Raketen zwei Satelliten (für RSCC) auf einmal transportieren.

Im Weltraum will RSCC die Satelliten zur Herstellung von Kommunikationsverbindungen zu mobilen und stationären Endgeräten, zur Ausstrahlung von digitalen Fernseh- und Radioprogrammen sowie der Bereitstellung von breitbandigen Internet- und Datenverbindungen für Nutzer auf russischem Territorium verwenden.

Die Bezeichnungen der Satelliten legen ihre künftigen Postionen im Geostationären Orbit (GEO) nahe. Express 80 könnte an einer Position bei 80 Grad Ost im GEO zum Einsatz kommen, Express 103 bei 103 Grad Ost im GEO Verwendung finden. Bei 80 Grad Ost steht derzeit Express-AM 22, der seit Ende 2003 im All ist und dort den eigentlich schon ausgemusterten Express-AM 2, gestartet 2005, nicht mehr geostationär, ergänzt. Express-AM 3, seit Mitte 2005 im Weltraum, ist bei 103 Grad Ost stationiert.

Beim Wettbewerb um den Bau der Satelliten hatte sich Reschetnjow zusammen mit TAS offenbar gegen ein Konsortium namens Energia SAT aus dem russischen Raumfahrtunternehmen Energia und Airbus Defence and Space durchgesetzt. Der Preisvorteil des Angebots von Reschetnjow bewegt sich angeblich im Bereich von 1,2 Milliarden Rubel.

Als Gesamtauftragswert werden inoffiziellen Quellen zufolge 14 Milliarden Rubel genannt, umgerechnet aktuell rund 19 Millionen Euro. 15,5 Milliarden Rubel (~20,9 Millionen Euro) soll RSCC maximal zu zahlen bereit gewesen sein.

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