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Autor: Tobias Willerding / 15. Juni 2016, 21:03 Uhr

SpaceX startet Eutelsat 117W B & ABS-2A

SpaceX hat erfolgreich die Satelliten Eutelsat 117W B & ABS-2A gestartet. Die Landung auf der Seeplattform klappte wegen eines Problems mit einem von drei Landetriebwerken nicht.

Quelle: SpaceX
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SpaceX

Bild vergrößernStart Falcon 9 mit Eutelsat 117W B & ABS-2A
(Bild: SpaceX)
Start von Eutelsat 117W B & ABS-2A
Heute um 16:29 Uhr MESZ ist eine Falcon 9-Rakete von SpaceX mit den Kommunikationssatelliten Eutelsat 117W B & ABS-2A gestartet. Die Stufentrennung erfolgte nach 2 Minuten und 39 Sekunden, kurz darauf zündete die zweite Stufe für 6 Minuten und brachte das Gespann aus Oberstufe und Satelliten in einen Parkorbit. 26 Minuten nach dem Start erfolgte eine zweite Brennphase der Oberstufe, die die beiden Satelliten auf einen geostationären Transferorbit katapultierte. Laut Eutelsat und ABS wurde der planmäßige Orbit erreicht.

Bei diesem Start gab es besonders gute Lichtverhältnisse, sodass man kurz nach dem Abheben der Falcon 9 Florida und Cape Canaveral über die onboard-Kamera sehr schön sehen konnte. Außerdem zeigte SpaceX diesmal zum ersten Mal das neue Stufentrennungssystem der F9 von innen live im Webcast. Die Oberstufe wird bei der Trennung mit einem Stab stabilisiert, der im Oberstufentriebwerk steckt. Dies verhindert, dass die Düse des Oberstufentriebwerks die Interstage berührt.

Eutelsat 117W B & ABS-2A sind Kommunikationssatelliten, die von Boeing gebaut wurden. Sie verfügen nur über einen rein elektrischen Antrieb und haben so eine geringe Startmasse. Weiter hat Boeing ein eigens patentiertes Stapelprinzip für die Satelliten entwickelt. Dies ist kein Doppelstart im eigentlichen Sinne wie bei Ariane 5. Die beiden Satelliten werden von Boeing zusammen integriert und von SpaceX wie eine Nutzlast behandelt. Die Satelliten haben zusammen eine Masse von ca. 4.200 kg.

Eutelsat 117W B soll Videodienstleistungen für Südamerika liefern, ABS-2A soll Afrika und Asien mit Video- und Kommunikationsdienstleistungen versorgen.

Keine erfolgreiche Landung auf der Seeplattform
Bei diesem Start wurde ebenfalls ein Landeversuch auf der Seeplattform (offiziell "autonomous spaceport droneship", kurz ASDS) mit dem Namen "Of course I still love you", kurz OCISLY, durchgeführt. Dazu flog die erste Stufe der Falcon 9 nach der Stufentrennung eine Reihe von Manövern, die sie auf Landekurs auf die Seeplattform brachten. Aufgrund der hohen Performanceanforderungen an diese Mission wurde der finale Brennvorgang für die Landung auf dem Drohnenschiff mit drei Triebwerken durchgeführt, was zu einer kurzen, starken Abbremsung führt. Erst kurz vor der Landung werden zwei Triebwerke abgeschaltet. Die Landung glückte jedoch nicht.



Wie Elon Musk, CEO von SpaceX, auf Twitter berichtete, hatte eines von drei Landetriebwerken zu wenig Schub, sodass die Stufe zu hart aufsetzte. Der Grund für den niedrigen Schub ist zumindestens öffentlich noch nicht bekannt. Allerdings schrieb Musk ebenfalls, dass die Falcon 9 ab Ende des Jahres auch bei zu wenig Schub bei einem der Triebwerke noch erfolgreich landen kann. Dazu soll es ein weiteres Upgrade der Falcon 9 geben. Bereits früher dieses Jahr hatte Elon Musk bekannt gegeben, dass der Schub des Haupttriebwerkes Merlin 1D nochmal um ein paar Prozent gesteigert werden soll. Es ist unklar, ob er sich mit seinem Tweet darauf bezieht. Im Laufe des Tages soll noch ein Video von der gescheiterten Landung veröffentlicht werden.

Um auf der Seeplattform landen zu können verfügt die erste Stufe über einen eigenen Flugcomputer, Landebeine, Kaltgasdüsen für die Steuerung im Vakuum, Gridfins für die Steuerung in der Atmosphäre und eine extra Ladung TEA-TEB (Triethylaluminium-Triethylboran, Zündmittel) um drei Triebwerke mehrmals zu zünden.

SpaceX hatte die Bewertung der Chance einer erfolgreichen Landung vor dem Start im Gegensatz zum letzten Flug von „herausfordernd“ auf „schwierig“ geändert.

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