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Autor: Günther Glatzel / 15. September 2013, 14:34 Uhr

SPRINT A vermisst Magnetosphären von Planeten

Das gestern gestartete, kleine Weltraumobservatorium soll die Atmosphären und Magnetoshären der Planeten Venus, Mars und Jupiter unter Langzeitbeobachtung nehmen.

Quelle: Jaxa, RaumCon, Spacenews
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Jaxa

SPRINT A im All - Impression
(Bild: Jaxa)
Dazu verfügt der etwa 350 kg leichte und 4 Meter hohe Erdsatellit mit einer Solarzellenflächenspannweite von etwa 7 Metern über zwei Teleskope mit Sensoren im Ultraviolett-Bereich. Diese Wellen des elektromagnetischen Spektrums gelangen nur zu einem geringen Teil auf die Oberfläche der Erde, zum Glück. Extremes UV wäre auch extrem gefährlich für alle Lebewesen auf unserem Planeten. Die relativ dichte Atmospäre und insbesondere die Ozonschicht absorbieren aber große Teile der UV-Strahlung der Sonne. Ein Teleskop im Weltraum bietet sich daher geradezu an.

SPRINT A (engl. für Spectroscopic Planet observatory for Recognition of INTeraction of Atmosphere) soll etwa 1 Jahr lang die Atmosphären und deren Umgebung unserer nächsten Planetennachbarn jeweils für längere Zeit unter die Lupe nehmen. Dabei möchte man die Interaktion des Sonnenwindes mit den äußeren Schichten der Atmosphären beobachten und aus den abfließenden Materieströmen Rückschlüsse über die weiträumige Ausdehnung des Magnetfeldes des Jupiter sowie zum Vergleich die Umgebung der Planeten Mars und Venus untersuchen, denen ein Magnetfeld weitgehend fehlt.

Die Untersuchung der Atmosphären der erdähnlichen Planeten Mars und Venus könnte im Vergleich zu unserem Heimatplaneten auch neue Aufschlüsse über deren Entwicklung bringen. Die Atmosphäre des Mars ist im Vergleich zu der der Erde kalt und dünn, die der Venus heiß und dicht. Ebenso unterschiedlich sind die Massen der beiden Nachbarn der Erde und damit ihr Gravitationsfeld.

Der Start erfolgte gestern, gegen 6.45 Uhr MESZ vom Startgelände Uchinoura aus. Träger war eine neue Rakete, die Epsilon, die mit drei Feststoffstufen arbeitet. Die 350 kg Nutzlast brachte die Rakete und ein zusätzliches Flüssigkeitsantriebssystem in eine elliptische Bahn mit einer Höhe zwischen 950 und 1.150 Kilometern bei einer Bahnneigung von etwa 31 Grad. Es war nicht nur der erste Start der neuen Rakete sondern auch der erste von Uchinoura aus seit 2006.

Japan will in den kommenden Jahren eine ganze Reihe kleiner Forschungssatelliten starten. Dafür scheint die unkomliziert aufgebaute und mit geruingem Aufwand zu startende Epsilon das geeignete Transportmittel zu sein. Der Jungfernflug war eigentlich für den 27. August angesetzt, wurde aber 19 Sekunden vor dem Abheben automatisch abgebrochen. Ein Computer hatte eine Zeitdifferenz von 0,07 Sekunden (70 Millisekunden) zwischen den Steuerungen an Boder der Rakete und in der Bodenstation festgestellt.

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