Zweite Chance für Galileo-Satelliten
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Autor: Günther Glatzel / 17. Mai 2012, 19:40 Uhr

H-2A startet Satellitenquartett

Gegen 18.39 Uhr MESZ startete eine japanische Trägerrakete vom Typ H-2A mit den Satelliten GCOM-W1, KOMPSAT 3, SDS 4 und Horyu 2. Ziel ist eine sonnensynchrone Bahn in etwa 700 Kilometern Höhe.

Quelle: JAXA, Skyrocket, Raumcon
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Der mit 1,88 t schwerste Satellit Shizuku gehört zu einem globalen Klima-Überwachungssystem, welches in den kommenden Jahren verschiedene Umweltparameter aufzeichnen soll. Shizuku, auch GCOM-W1 für Global Change Observation Mission - Water, ist auf die Überwachung großer Wasserflächen sowie Schnee spezialisiert. Dazu ist er mit einem hochentwickelten Mikrowellenradiometer ausgestattet, das die unter ihm liegenden Flächen mit einer Schwadbreite von 1.450 km abtastet. Eine 2 Meter durchmessende Antenne soll 5 Jahre ununterbrochen rotieren und von Wasserflächen reflektierte Mikrowellenstrahlung bodengestützter Systeme in 6 Bereichen zwischen 7 und 89 GHz erfassen.

Daraus sollen sich Angaben über Niederschläge, Wasserdampfkonzentration, Windgeschwindigkeiten, Meereswassertemperaturen, Wasserstände und Schneehöhen gewinnen lassen. Über Jahre oder Jahrzehnte hinweg wird dann auch eine zeitliche Entwicklung sichtbar.

KOMPSat 3 ist ein südkoreanischer Satellit und dient der Erderkundung. Optik und Massenspeicher stammen von Astrium, die Kamera vom DLR in Berlin. Der Satellit hat eine Masse von etwa 800 kg und ist die zweite Hauptnutzlast der Mission. Mit einer Auflösung von unter 1 Meter können Bilder gemacht und zur Erde übertragen werden, die für verschiedene Geoinformationssysteme genutzt werden sollen. Dazu gehören Umweltparameter, Daten für die Landwirtschaft und die Ozeanographie.

Komplettiert wird die Nutzlast durch zwei Kleinsatelliten aus Japan. SDS 4 (Small Demonstration Satellite) dient der Technologieerprobung, wobei es vor allem um die Temperaturregulierung im Inneren von Satelliten geht. Die Funktion einer neuentwickelten Wärmeableitung (heat pipe) wird genauso untersucht, wie die Degenrierung von Materialien unter Wärmeeinwirkung. Horyu 2 ist hingegen mit einem experimentellen Hochspannungssolarzellensystem ausgerüstet.

Raumcon:
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