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Autor: Thomas Weyrauch / 17. November 2013, 09:38 Uhr

GSAT 15 und GSAT 16 fliegen Ariane 5

Arianespace hat am 14. November 2013 bekannt gegeben, dass man von der Indischen Weltraumforschungsorganisation (ISRO) mit dem Start der Kommunikationssatelliten GSAT 15 und GSAT 16 beauftragt wurde.

Quelle: Arianespace, ISRO
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ESA / D. Ducros

Bild vergrößernAriane-5-Start - Illustration
(Bild: ESA / D. Ducros)
Die beiden Satelliten will Arianespace bei zwei unabhängigen Flügen von Ariane-5-Raketen von Kourou in Französisch Guayna aus in den Weltraum transportieren. GSAT 15 und GSAT 16 werden laut Arianespace jeweils eine Startmasse von rund 3.150 Kilogramm aufweisen.

Bei GSAT 15 handelt es sich um einen Satelliten zur Direktausstrahlung von Fernsehprogrammen und der Bereitstellung von Kommunikationsdiensten. Dafür erhält der Satellit eine Kommunikationsnutzlast mit 24 Ku-Band-Transpondern mit einer Bandbreite von jeweils 36 Megahertz.

Zusätzlich wird das Raumfahrzeug mit einer im L-Band arbeitenden Navigationsnutzlast ausgestattet, die zur Unterstützung von GPS im Bereich Indiens durch zusätzliche Korrektursignale, GAGAN für GPS Aided Geo Augmented Navigation genannt, gedacht ist. Davon verspricht man sich unter anderem verbesserte Kontrollmöglichkeiten des Luftverkehrs im indischen Luftraum.

Nutzlasten und raumflugtechnische Systeme von GSAT 15 werden den benötigten Strom von zwei Solarzellenauslegern beziehen, die eine elektrische Leistung von maximal rund 6.6 Kilowatt bereitstellen können.

Eingesetzt werden soll GSAT 15 bei 93,5 Grad Ost im Geostationären Orbit. Als Auslegungsbetriebsdauer des auf dem indischen Satellitenbus I-2K basierenden Raumfahrzeugs nennt die ISRO 12 Jahre. Für den Bau des Satelliten hat die ISRO im Juni 2013 einen Zeitaufwand von 18 Monaten angegeben, ein Start des Satelliten wird also frühestens Ende 2014 stattfinden können.

GSAT 16 ist ebenfalls ein Satellit, der zur Direktausstrahlung von Fernsehprogrammen gedacht ist. Außerdem hat er die Aufgabe, eine große Bandbreite von Kommunikationsdiensten für unterschiedliche Nutzergruppen zur Verfügung zu stellen. Erreichen will man mit ihm nicht nur Nutzer in Indien selbst, sonder auch solche im Bereich des Indischen Ozeans und auf Inseln wie den Adamanen, Lakshadweep, den Malediven und Nikobaren sowie in Sri Lanka.

Die Kommunikationsnutzlast von GSAT 16 wird nach Angaben der ISRO aus 24 C-Band- und 12 Ku-Band-Transpondern sowie 12 weiteren Transpondern für das erweiterte C-Band bestehen.

Die Stromversorgung der Nutzlast und raumflugtechnischen Systeme übernehmen wie bei GSAT 15 zwei Solarzellenausleger, die eine elektrische Leistung von maximal rund 6,6 Kilowatt bereitstellen können. Am Ende der Auslegungsbetriebsdauer sind es laut ISRO noch 5,5 Kilowatt.

Betreiben möchte man GSAT 16 bei 55 Grad Ost im Geostationären Orbit in Kolokation mit GSAT 8. Der seit dem 28. September 2003 nach Start auf der Ariane 5 mit der Flugnummer V162 um die Erde kreisende INSAT 3E soll durch GSAT 16 ersetzt werden. Als Auslegungsbetriebsdauer des auf dem indischen Satellitenbus I-3K basierenden neuen Raumfahrzeugs nennt die ISRO ebenfalls 12 Jahre. Den Zeitaufwand für seinen Bau bezifferte die ISRO mit 24 Monaten. Mit seinem Start wird derzeit 2015 oder 2016 gerechnet.

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