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Autor: Thomas Weyrauch / 18. August 2009, 08:18 Uhr

Landsat 5 übersteht kritische Situation

Am 13. August 2009 hatte der Verlust von Lagekontrolle und Energieversorgungsleistung den Erdbeobachtungssatelliten Landsat 5 in Gefahr gebracht.

Quelle: USGS, NASA
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Der am 1. März 1984, also vor über 25 Jahren gestartete Satellit mit einer geplanten Lebenserwartung von nur drei Jahren erfuhr eine Störung der Lageregelung. Die Satellitenkontroller der United States Geological Survey (USGS), des Geologischen Dienstes der Vereinigten Staaten, konnten den Satelliten stabilisieren, und der Thematic Mapper (TM), der seine erwartete Lebensdauer um Faktoren überschritten hat, konnte ab dem 14. August 2009 wieder benutzt werden.

NASA

Bild vergrößernDarstellung überwundener Schwierigkeiten bei Landsat 5
(Bild: NASA)
Während der ungewöhnlich langen Nutzungsdauer von Landsat 5 konnten die Betreiber des Satelliten zahlreiche Schwierigkeiten erfolgreich überwinden. Im Oktober 2007 war der Satellit vorübergehend aus dem Einsatz genommen worden, nachdem einer der beiden Akkumulatoren an Bord versagt hatte. Nachdem man sich eine Strategie mit geänderten Beobachtungszyklen und erweiterter Nutzung direkt durch Solarzellen erzeugten Stroms überlegt hatte, und im Winter die Beobachtungen des amerikanischen Kontinents einschränkte, war wieder ein regelmäßiger Betrieb möglich.

Ein ungewöhnliches Verhalten zeigte der Backup-Stellantrieb des Solarzellenauslegers von Landsat 5 am 26. November 2005, nachdem der primäre Antrieb bereits im Januar 2005 unter vergleichbaren Umständen ausgefallen war. Die Einrichtung zur Nachführung des Solarzellenauslegers fing an, nur noch sporadisch zu arbeiten, was dazu führte, dass die Akkumulatoren des Satelliten nicht in ausreichendem Maße geladen wurden. Im Januar 2006 konnte Landsat 5 wieder wie vorgesehen operieren, nachdem man die Nutzung des Ersatzsstellantriebes für den Solarzellenauslegers neu konfiguriert hatte.

Eines der beiden Instrumente des Satelliten, das Multispectral Scanner System (MSS), war im August 1995, über 11 Jahre nach dem Start, abgeschaltet worden.

1987 versagte der Ku-Band-Übertrager zu den TDRSS-Relaissatelliten. Daher war es notwendig, auch außerhalb der Vereinigten Staaten Bodenempfangsmöglichkeiten zu schaffen, denn der Satellit ist nicht mit einem Datenspeicher ausgestattet, der es erlauben würde, bereits erfasste Beobachtungsdaten zu einem späteren Zeitpunkt abzurufen. Bodenstationen in den Vereinigten Staaten und Australien werden seitdem zum Empfang der Daten von Landsat 5 eingesetzt.

Landsat 5 befindet sich in einem Orbit in durchschnittlich rund 710 Kilometern Höhe über der Erde mit einer Inklination von 98,2 Grad. Alle 16 Tage kann Landsat 5 das gleiche Gebiet auf der Erde in sieben verschiedenen Wellenlängenbereichen beobachten.

Er ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 14780 bzw. als Objekt 1984-021A.

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