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Autor: Daniel Maurat / 19. Januar 2013, 17:21 Uhr

ESA und NASA einigen sich auf Orion-SM

Am letzten Mittwoch sprachen Vertreter von ESA und NASA bei einer Pressekonferenz über erste Details zu der gegenseitigen Kooperation in Sachen Exploration. Dabei wurden auch Spezifikationen für das europäische Service-Modul bekannt gegeben.

Quelle: NASA, ESA
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NASA

Bild vergrößernKünstlerische Darstellung der Orion mit europäischem Service-Modul im Weltraum.
(Bild: NASA)
Diese Pressekonferenz fand am Mittwoch statt, wobei vonseiten der NASA William Gerstenmaier, Associate Administrator für bemannte Erforschung und Operationen und Orion-Programmmanager Mark Geyer erschienen. Von der ESA waren Bernardo Patti, ESA-Manager für Operationen auf der ISS sowie der Direktor für bemannte Raumfahrt und Operationen, Ex-Astronaut Thomas Reiter anwesend. Dabei ging es vor allem um die geplante Kooperation im Orion-Programm, wobei die ESA ein auf dem ISS-Zubringer ATV basierendes Servicemodul für die ersten beiden Flüge EM-1 und EM-2 entwickeln und bauen soll.

Das von der ESA gebaute Service-Modul wird dabei eine Länge von 2,7 m bei einem Durchmesser von 4,5 m haben, es wird also nur halb so lang sein wie das des ATV. Darüber hinaus soll der Antrieb verändert werden. Als Haupttriebwerk wird man entweder das europäische Aestus, welches in der EPS-Oberstufe der Ariane 5 genutzt wird und heutzutage das ATV in den Erdorbit bringt, oder das AJ-10, welches sowohl in der Delta-Oberstufe, dem Service-Modul der Apollo-Raumschiffe als auch im Space Shuttle im Orbital Maneuvering System (OMS) genutzt wurde. Darüber hinaus gibt es acht kleinere Triebwerke mit einem Schub von etwa 490 Newton, welche für feinere Bahnmanöver sowie als Backup für das Haupttriebwerk genutzt werden sollen. Auch soll die Energieversorgung des Raumschiffes im Gegensatz zum ATV verbessert werden. So sind neue Galliumarsenid-Solarzellen geplant, welche über eine Effizienz von 30% verfügen sollen. Die derzeitigen Solarzellen des ATV wandeln nur 17% der einfallenden Lichtenergie in elektrische Energie um.

NASA

Bild vergrößernBild von der Pressekonferenz am Mittwoch. Dabei zu sehen (v.l.n.r.): Moderatorin Brani Dean, William Gerstenmaier, Thomas Reiter, Mark Geyer und Bernando Patti.
(Bild: NASA)
Diese Kooperation zwischen NASA und ESA ist Teil eines Tauschgeschäfts zwischen beiden Organisationen. Für das ATV-SM darf die ESA auch über 2015 hinaus die ISS nutzen und Raumfahrer zur Station hinschicken. Dabei setzt man auf Sachwerte wie eben das Service-Modul oder davor das ATV anstatt auf Geldzahlungen, um so auch die europäische Industrie zu stärken. Im Rahmen dieser Kooperation wird die ESA nun vier Service-Module an die USA liefern. Zwei dieser Module dienen nur zu Testzwecken, während die anderen zwei auch tatsächlich in den Weltraum fliegen. Dies wird während den Missionen EM-1 im Jahr 2017 und mit EM-2, welche zwischen 2019 und 2021 stattfinden soll, geschehen.

Dabei finden beide Starts mit der in den USA gerade in Entwicklung befindlichen neuen Schwerlastrakete SLS statt und die Raumschiffe werden dabei in eine Umlaufbahn um den Mond geschickt, ähnlich dem Missionsprofil von Apollo 8 im Dezember 1968. Während EM-1 noch unbemannt fliegen soll, werden mit EM-2 erstmals seit Dezember 1972 Menschen aus dem Gravitationsfeld der Erde hinausfliegen und sich im Einflussgebiet eines anderen Himmelskörpers, namentlich des Mondes, befinden. Für EM-2 besteht zudem die Möglichkeit, dass eines der Besatzungsmitglieder auch ein ESA-Astronaut sein könnte. Damit könnte mit dieser Mission auch erstmals ein Nicht-Amerikaner aus dem Erdorbit hinaus und zum Mond fliegen.

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