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Autor: Hans Lammersen / 20. Mai 2013, 14:52 Uhr

Charles Bolden und die Ziele der NASA

In zwei Ansprachen hat sich der NASA-Adminstrator Charles Bolden Anfang Mai zu den Zielen der NASA bei schmaler werdendem Budget geäußert.

Quelle: spacenews.com, space politics
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NASA

NASA-Administrator Charles Bolden
(Bild: NASA)
Bolden sprach Anfang Mai bei einem von der Space Transportation Association (STA) organsiertem Mittagessen auf dem Capitol Hill und ein paar Tage später anlässlich einer Konferenz unter dem Titel "Humans to Mars", ebenfalls in Washington

In beiden Reden verteidigte er die Fortführung des Commercial Crew Programmes und das Projekt, einen Asteroiden einzufangen und in eine Umlaufbahn um den Mond zu bringen, damit dieser dann von Astronauten besucht werden könne. Gleichzeitig sprach er sich für die geplanten Kürzungen im "Planetary Sciences"-Programm und die Neuausrichtung der Bildungsbemühungen der NASA aus.

Bolden forderte die Politik dazu auf, das Commercial Crew-Programm finanziell voll zu unterstützen, denn nur so könne man in der Zeitplanung bleiben. "Du musst dafür bezahlen, wenn du etwas willst", so Bolden auf dem Capitol Hill, "und wenn die Nation Kapazitäten haben will, Fracht oder eine Crew in den niedrigen Erdorbit zu bringen, dann muss sie dafür bezahlen." Dabei ging Bolden auch auf die Notwendigkeit ein, die ISS nach 2020 weiter zu betreiben. Denn, wenn die ISS aufgegeben werde, bräuchte man auch keine Fracht- oder Personenflüge durch private Raumfahrtunternehmen mehr. Dann würden hier Anreize zur Weiterentwicklung fehlen.

Zur Planung der NASA, einen Asteroiden einzufangen, ihn in eine Umlaufbahn um den Mond zu transportieren, um ihn dort etwa im Jahre 2021 von Astronauten besuchen zu lassen, äußerte sich Bolden zuversichtlich. Es sei geplant, dem Astroiden mit einer bemannten Orion-Kapsel einen Besuch abzustatten und die Wahrscheinlichkeit zur Durchführung der Planung wachse ständig, da man bereits mit der Suche nach einem geeigneten Kandidaten begonnen habe. Diese Mission sei ebenso wichtig für die Entwicklung und Erprobung von Technologien für eine spätere Mars-Mission.

In diesem Zusammenhang erteilte Bolden allen Gedankenspielereien eine Absage, diese Mission könnte ebenfalls durch private Raumfahrzeuge durchgeführt werden und sagte, die NASA wolle das Unternehmen mit der neuen Schwerlastrakete SLS (Space Launch System) und der Raumkapsel Orion durchführen. Sowieso sei die Entwicklung des SLS-Systems unabdingbar für die weiteren Pläne der NASA. Pläne, nach denen man die Schwerlastrakete durch kleinere Systeme und Treibstoffdepots in der Umlaufbahn ersetzen könne, wies er von sich. Wenn man dies anstrebe, so gäbe es keine Landung auf einem Astroiden 2021 und auch keine Landung auf dem Mars in den 2030ern.

In seiner Ansprache auf der Humans to Mars-Konferenz zeigte er sich sicher, dass der Mensch zum Mond zurückkehrt. Allerdings könne sich die NASA das derzeit wegen des sinkenden Budgets nicht leisten. Alle Anstregungen, wieder auf dem Mond zu landen, würden die NASA davon abhalten, den Mars in den 2030ern zu erreichen.

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