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Autor: Andreas Weise / 20. Dezember 2016, 22:03 Uhr

Zur Weihnacht, Kinder, wird’s was geben …. !

Alle Jahre wieder steht man vor dem Problem: Was schenke ich meinen Enkeln, Kindern oder Lieben zu Weihnachten? Soll das Geschenk dann noch einen raumfahrttechnischen Bezug haben, dann wird es schwierig. Daher hier drei Last-Minute-Empfehlungen für Geschenke, die sich kurz vor Ultimo noch realisieren lassen.

Quelle: Autor, Piper-Verlag, NordSüd-Verlag, Hörverlag
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Nummer Eins:
„Einmal Mond und zurück“ – Ein spanischer Kindertrickfilm mit erstaunlich vielen Bezügen zur tatsächlichen Raumfahrtsituation. Erschienen auf DVD und Blu-ray.

Das ist etwas für alle jungen und jung gebliebenen Raumfahrtfans.
Der spanische Animationsfilm „Einmal Mond und zurück“ ist ein Film für ganz kleine und ganz große Freunde der Raumfahrt. Handwerklich ist der Streifen gut gemacht. Die Rahmen-Story ist einfach erklärt. Mike hat ein ganz großes Familienproblem: Opa und Vater sind beides Astronauten, konnten aber ihre Träume nicht verwirklichen. Doch dann kommt die große Chance daher. Es geht wieder zum Mond. Mehr sollte von der Geschichte nicht verraten werden.

Andreas Weise

Bild vergrößernWeihnachtsempfehlungen
(Bild: Andreas Weise)
Beim genaueren Hinsehen findet man so viele verschiedene Details und Anspielungen, dass es eine Lust ist, zuzuschauen. Viele Kinder werden die unterschwelligen Hinweise nicht verstehen können. Aber die Großeltern, werden sich freuen. Da geht es zum Beispiel um die Verschwörung der Verschwörung der gefälschten echten Mondlandung. Kompliziert? Ist es nicht! Der Fälschungs-Regisseur sieht übrigens aus wie Stanley Kubrick . Den Oberbösewicht mit Namen Richard Carson, ein Multimillionär mit sehr ausgefallenen Geschäftsideen, hat man auch schon irgendwo gesehen. Richard Branson lässt grüßen. Oder war es J.R. aus Dalles?
Die NASA fliegt mit Museumsraketen. Aber die Bösewichter haben die geileren Raketen, Raumanzüge und sind überhaupt technisch besser aufgestellt. Es sind ja auch Privat-Firmen! Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!

Der Film zeichnet mit viel Liebe zum Detail die technischen Errungenschaften des Apolloprogramms nach und versucht einen Hauch von der Euphorie, die zum Ende der 1960er Jahre herrschte, wieder zu beleben. Und dabei wird bewusst oder unbewusst ein sehr trauriges Thema angeschnitten. Von der großen „guten alten Raumfahrtzeit“ der 60er / 70er-Jahre ist bald keiner mehr da, der dabei gewesen ist. Der sagen kann: Yes! Ich war da oben. Ich habe es selber erlebt.
Bis wir wieder bemannt zum Mond fliegen, wird noch einige Zeit vergehen. Vieles wird dann nur als Erinnerung vorhanden sein. Und diese Erinnerung an das große Mondabenteuer transportiert dieser Film in lustiger kindgerechter Form. Sehenswert auf alle Fälle.

Nummer Zwei:
„Die Star Trek Physik“, ein Buch von Metin Tolan. Erschienen im Piper-Verlag.

Das ist etwas für die größeren Raumfahrtfans.
Da war doch was dieses Jahr. Gab es da nicht einen neuen Star-Trek-Film zu bestaunen? War das nicht der Film, bei dem das schöne große Raumschiff kaputt gemacht wurde und jemand wie wild Motorrad fahren durfte? Seltsam. Ich kann mich wirklich kaum erinnern. Also kann es mit dem neuen Film nicht weit her gewesen sein. Was aber, wenn man einen Star-Trek-Fan beschenken will?
Die Rettung naht in Form des genannten Buches. Allerdings wird hier ein Minimum an Grundkenntnissen in Physik und Mathematik vorausgesetzt. Der Autor verblüfft mit einem immensen Detailwissen über Alles rund um das Star-Trek-Universum und weist auf erstaunliche Art nach, dass sich die Macher von Serie und Kinofilmen schon was dabei gedacht haben. Manche Nachrechnung fördert dabei erstaunliche Ergebnisse zu Tage: So wird zum Beispiel nachgewiesen, dass die Masse der Enterprise nur 158 Kilogramm betragen hat. Kein Rechenfehler! Der Impuls-Antrieb wird ebenso auseinander genommen, wie die Problematik der Zeitreisen.

Der Autor weis, wovon er schreibt. Schließlich ist er Professor für Experimentelle Physik an der Technischen Universität Dortmund.

Nummer Drei:
ARMSTRONG – Die abenteuerliche Reise einer Maus zum Mond, Ein Buch erschienen im NordSüd-Verlag und/oder die gleichnamige Hörbuch-CD, vom Hörverlag.

Das ist etwas für die ganz kleinen Raumfahrtfans.
Was fanden 1969 die Apollo-11-Astronauten auf dem Mond? Ein außerirdisches Raumschiff, wie im Film Transformer-3 beschrieben? Nein! Sie fanden eine winzig kleine Fahne und winzig kleine Fußspuren. Denn: Neil Armstrong war nicht der erste auf dem Mond! Wirklich nicht! Es war die Maus Armstrong, die fast 10 Jahre früher zum Mond flog. Und nur weil die Menschen die Aufzeichnungen der kleinen Maus fanden, hatten sie dann die Idee, selber zum Mond zu fliegen. Wirklich! Die Maus selber wollte wissenschaftlich nachweisen, dass der Mond nicht aus Käse besteht. Daher machte sie sich an dieses größte aller Mäuseabenteuer heran.
Mehr wird nicht verraten.

Das Buch ist eine Augenweide. Es lebt vor allem von den vielen tollen, liebevollen und einmaligen Zeichnungen. Der Autor und Grafiker Torben Kulmann hat hier ein Meisterwerk geschaffen. Die Geschichte und die Zeichnungen führen Kinder ganz sanft an die Problematik des Mondfluges heran. Und das alles mit einem kindgerechten technischen Hintergrund.
Wer lieber das Hörbuch verschenken will, der darf sich auf Bastian Pastewka als Vorleser freuen. Ich finde beides schön: Buch und Hörbuch.

Der Autor und die Redaktion hoffen, die Empfehlungen kommen noch rechtzeitig.

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!
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