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Autor: Günther Glatzel / 21. Januar 2013, 22:26 Uhr

Ein BEAM kommt selten allein

Bigelow hat angekündigt, neben dem für die NASA bestimmten entfaltbaren Testmodul für die Internationale Raumstation ein zweites derartiges Modul für eine eigene Raumstation bauen zu wollen.

Quelle: GizMag
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Bigelow/NASA

BEAM soll 2 Jahre lang an der ISS getestet werden.
(Bild: Bigelow/NASA)
Dieses soll dann an der Bigelows-Station als Ausstiegsschleuse fungieren und es wegen des größeren Volumens mindestens 3 Personen ermöglichen, gemeinsam einen Außenbordaufenthalt durchführen zu können. Das zweite Modul soll an ein 330 m³ großes, ebenfalls entfaltbares Modul angekoppelt werden, welches den Grundstock einer privaten Raumstation bilden und mit Solarzellenpaneelen ausgerüstet werden soll. Es könnte bereits 2016 ins All transportiert werden. Dies hängt vor allem davon ab, ob es bis dahin Raumschiffe gibt, mit denen man die Station auch erreichen kann. Hier sind wohl SpaceX Dragon und Boeing CST-100 die größte Hoffnung für Bigelow.

Zunächst soll aber BEAM, Bigelow Expandable Activity Module, bis 2015 gebaut und dann für 2 Jahre am Knotenmodul Tranquility angekoppelt werden. Die Hülle des etwa 4 Meter langen und 3,20 m durchmessenden Moduls verfügt über etwa 20 Schichten, die eine mit starren Konstruktionen vergleichbare Sicherheit vor Mikrometeoriten bieten soll. Die dünne, metallarme Hülle wird zudem von den meisten energiereichen Teilchen einfach durchdrungen, so dass kein Schauer von Sekundärpartikeln erzeugt wird, die für das Leben in der Station sogar gefährlicher sind als das Primärpartikel selbst.

Während der Testphase an der ISS soll das Modul die meiste Zeit geschlossen bleiben. Im Inneren überwachen allerdings Sensoren Atmosphäre, Dichtheit und Strahlungsumfeld. 2017 soll BEAM dann abgekoppelt werden und in den dichten Atmosphärenschichten der Erde verglühen. Nach oben soll es im Rumpf eines Dragon-Raumschiffs gelangen, da es im zusammengelegten Zustand sowohl kürzer als auch bedeutend schlanker sein wird.

Falls die Tests erfolgreich verlaufen, könnte der Weg für eine breite Nutzung entfaltbarer Stationsmodule frei sein. Ob eines davon noch an der Internationalen Raumstation zum Einsatz kommen soll, bleibt abzuwarten.

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