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Autor: Thomas Weyrauch / 21. Februar 2010, 12:34 Uhr

Eutelsats W3B und W3C tauschen Startgelegenheiten

Am 18. Februar 2010 gab der europäische Betreiber von Kommunikationssatelliten Eutelsat mit Sitz in Paris bekannt, dass die Satelliten W3B und W3C auf getauschten Trägerraketen gestartet werden sollen.

Quelle: Eutelsat, Thales Alenia Space
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Thales Alenia Space

Eutelsat W3B im All - Illustration
(Bild: Thales Alenia Space)
Mit einer europäischen Ariane 5-Rakete soll nach den neusten Planungen nun Eutelsat W3B im August oder September 2010 ins All transportiert werden und Eutelsat W3C auf einer chinesischen Langer-Marsch-3B-Rakete zwischen Juni und August 2011.

Eutelsat W3C basiert auf der Plattform Spacebus 4000C3 von Thales Alenia Space. Das im März 2009 bestellte Raumfahrzeug soll mit 53 Ku-Band-Transpondern und 3 Ka-Band-Transpondern ausgerüstet werden. Diese sollen die Kapazitäten von Eutelsat W3A, welcher 44 Transponder besitzt, ergänzen. Dazu will man W3C wie W3A an einer Position bei 7 Grad Ost im Geostationären Orbit einsetzen.

Eutelsats W3B, ebenfalls basierend auf dem Thales Alenia Spacebus 4000C3 ist aktuell als Ersatz des Satelliten W2 vorgesehen. Der im Februar 2008 bestellte W3B wird mit seinen 53 Ku-Band-Transpondern sowie 3 Ka-Band-Transpondern dringend im All benötigt, da der auf dem Spacebus 3000B2 basierende Eutelsat W2 seine Auslegungsbetriebsdauer im All überschritten hat und am 27. Januar 2010 ausgefallen ist. Es wird nicht erwartet, dass es gelingt, den kommerziellen Betrieb von Eutelsat W2 wieder aufzunehmen. Zur Zeit strahlen drei andere, teilweise dafür extra auf 16 Grad Ost im Geostationären Orbit umpositionierte Satelliten die ehemals über Eutelsat W2 laufenden Dienste aus. Der rechtzeitig in den Weltraum gebrachte, als Ersatz für Eutelsat W2 gedachte W2M kann die für ihn vorgesehene Aufgabe nach einer schweren Betriebsstörung nicht erfüllen.

Für den Start von Eutelsat W3B hatte man ursprünglich die chinesische Trägerrakete ausgewählt. Dafür wurde Eutelsat heftig kritisiert, da die US-amerikanischen ITAR-Bestimmungen, deren Ziel die Verhinderung der Ausfuhr von im Rüstungssektor verwendbarer Hochtechnologie ist, dem Geiste nach umgangen werde, auch wenn der Satellit W3B an sich keine US-amerikanischen Komponenten beinhalten sollte. ITAR steht für International Traffic in Arms Regulation, was übersetzt schlicht "Regeln für den internationalen Verkehr mit Waffen" heisst.

Von einem Erdbeben verursachte Schäden in einem Werk des Herstellers von Euteslat W3B in Italien führten zu der Annahme, dass sich die Fertigstellung des Satelliten verzögern würde. Um den Herstellungsprozeß zu beschleunigen wurde entschieden, bei der Konstruktion dort wo es möglich und sinnvoll ist, kurzfristig verfübares Material einzusetzen. Deshalb ist nicht mehr sichergestellt, dass der Satellit keine Teile aus den Vereinigten Staaten enthält. So bat man in Peking darum, die Nutzlast der für W3C gebuchten Rakete austauschen und zu einem späteren Zeitpunkt starten zu dürfen, um dadruch den ITAR-Bestimmungen gerecht zu werden

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