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Autor: Günther Glatzel / 21. November 2012, 15:49 Uhr

Echostar 16 und Kunstprojekt mit Proton gestartet

Ein Direkt-Fernsehsatellit wurde gestern Abend an der Spitze einer Trägerrakete des Typs Proton-M ins All gebracht. Er soll in Zukunft für die US-amerikanische EchoStar Corporation im Geostationären Orbit zum Einsatz kommen.

Quelle: Skyrocket, SpaceflightNow
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Space Systems/Loral (SSL)

Echostar 16 im All - Impression
(Bild: Space Systems/Loral (SSL))
Der Start erfolgte vom Kosmodrom Baikonur aus gegen 19.31 Uhr MEZ. Nach dem Absetzen des Orbitalsystems absolvierte die Bris-M-Oberstufe insgesamt 5 Antriebsphasen und setzte Echostar 16 gegen 4.43 Uhr heute morgen im vorgesehenen Transferorbit ab. Dieser liegt in einer Höhe zwischen 2.432 und 35.781 Kilometern bei etwa 0,03 Grad Bahnneigung. Den Geostationären Orbit soll der Satellit in den nächsten Tagen mit dem eigenen Antrieb erreichen.

Echostar beruht auf dem LS-1300-Bus von Space Systems/Loral und besitzt eine Startmasse von 6.258 kg. Die Versorgung mit elektrischer Energie wird über zwei große, entfaltbare Solarzellenpaneele sichergestellt. Mit seinen Treibstoffvorräten soll Echostar 16 mindestens 15 Jahre betrieben werden können. Der Satellit der Dish Network Corporation ist mit 32 Ku-Band-Transpondern, 4 großen Parabolantennen sowie weiteren Antennen ausgestattet, die ihm die Ausstrahlung hunderter Fernsehprogramme in verschiedenen Bereichen der amerikanischen Kontinente erlaubt. Geplant ist eine Position bei 61,5 Grad im Geostationären Orbit.

Eine Besonderheit des Satelliten ist eine zusätzliche Fracht. Sie besteht aus einer Siliziumscheibe, die in einem goldenen Etui steckt. Auf ihr sind 100 Bilder von Menschen und Natur eingeätzt, Teil des Projekts "Die letzten Bilder" von Trevor Paglen. Satelliten im Geostationären Orbit fallen praktisch nicht auf die Erde zurück, da es in knapp 36.000 km Höhe keine bremsenden Luftmoleküle mehr gibt.

"Sie werden nie wieder auf die Erde zurück kommen", sagte Paglen. "In den letzten 50 Jahren hat die Menschheit einen Ring um unseren Planeten errichtet, nicht unähnlich zu den Ringen des Saturn. Aber anstatt aus Staub und Eis haben wir einen Ring um die Erde aus Maschinen geschaffen ... dieser ist nun ein permantenter Teil unseres Planeten."

Nach Rücksprache mit Wissenschaftlern und anderen Experten wählte Paglen 100 Bilder unserer modernen Gesellschaft aus. Der Betreiber des Satelliten, die Echostar Corporation, erklärte ihr Einverständnis.

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