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Autor: Günther Glatzel / 22. August 2009, 17:39 Uhr

Discovery-Countdown läuft

Nachdem die Flugbereitschaftsüberprüfung ergab, dass die Discovery nach Behebung einiger kleiner technischer Probleme startbereit ist, wurde der genaue Zeitpunkt des Abhebens auf den 25. August, 7:36:05 Uhr MESZ festgelegt. In Florida ist es zu diesem Zeitpunkt noch dunkel, es wird also ein Nachtstart.

Quelle: NASA, Raumcon
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NASA-TV

An der Ground Umbilical Carrier Plate wird geschraubt.
(Bild: NASA-TV)
Bei der Installation der Verkabelungen für Sprengbolzen, welche Anschlussleitungen zum Startzeitpunkt schnell und zuverlässig vom abhebenden Space Transportation System trennen, hat man ein defektes Kabel und einen gebrochenen Anschlusstrecker gefunden, und zwar an der bereits bei vergangenen Missionen bekannten Trägerplatte für Versorgungsleitungen am Externen Tank (Ground Umbilical Carrier Plate). Das Kabel musste natürlich getauscht werden. Aus Sicherheitsgründen mussten dazu alle Verkabelungen an den Sprengbolzen zunächst gelöst und später wieder befestigt und überprüft werden. Damit verschob sich das Startdatum auf dem 25. August. Später wurde noch ein defektes Energiesteuerungsmodul im Orbiter ausgetauscht.

Seit 5 Uhr MESZ läuft nun der 42-stündige Countdown, der mit den eingebauten Haltzeiten bis zum Dienstag morgen andauert. Die Wettervorhersage für Betankung und Start gibt derzeit 70% Erfolgswahrscheinlichkeit an. Das Auftanken soll am Montag nach 22 Uhr MESZ beginnen.

Die Besatzung der Discovery besteht aus dem Kommandanten Frederick Sturckow, dem Piloten Kevin Ford sowie den Missionsspezialisten Patrick Forrester, José Hernandez, John Olivas und Christer Fuglesang. Außerdem wird Nicole Stott als neues Mitglied der ISS-Expedition 20 ihren Kollegen Timothy Kopra ablösen. Falls der Start (vor dem 30. September) klappt, so wird einer der Neulinge die Ehre haben, der fünfhundertste Mensch zu sein, der in eine Erdumlaufbahn gelangt. Die USA zählen zu den Raumfahrern auch die drei Männer mit, die mit einer X15 oder dem SpaceShipOne bei ballistischen Flügen kurzzeitig in einer Höhe von mehr als 100 Kilometern waren. International anerkannte Raumflüge setzen allerdings das Erreichen eines Orbits voraus.

NASA-TV

Ein Großteil der Fracht ist im Logistikmodul Leonardo verstaut.
(Bild: NASA-TV)
Hauptnutzlast der Discovery ist das Mehrzweck-Logistikmodul Leonardo. In dessen Innerem werden 6 Standard-Racks sowie Versorgungsgüter und Ersatzteile zur Internationalen Raumstation transportiert. Drei der Racks sind Forschungseinrichtungen, das Material Science Research Rack (MSRR) für materialwissenschaftliche Experimente, das Fluids Integrated Rack (FIR) für Untersuchungen zum Verhalten von Flüssigkeiten in der Mikrogravitation sowie eine Gefriereinheit namens MELFI (Minus Eighty Laboratory Freezer for ISS). Die übrigen Racks enthalten ein Laufband (COLBERT) nebst Vibrationsdämpfungssystem (TVIS), eine Schlafkabine (Crew Quarter) und ein Luftaufbereitungssystem (Air Revitalization System). Diese drei Einheiten sollen später im Modul Tranquility (Node 3) installiert werden, das Anfang 2010 zur Station gebracht wird.

Während der 13-tägigen Mission sind drei Außenbordeinsätze geplant, während derer ein Kühlmitteltank gewechselt, verschiedene außenbords angebrachte Experimente geborgen, mehrere Kabel verlegt und Schutzabdeckungen an Kameras montiert werden.

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