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Autor: Klaus Donath / 22. November 2010, 15:47 Uhr

Delta IV Heavy startet größten Satelliten der Welt

Die ULA (United Launch Alliance) hat gestern Nacht mit der Delta IV Heavy den Spionagesatelliten NRO L-32 gestartet, welcher wahrscheinlich über eine Antenne von 100 Metern Spannweite verfügt. Nach einigen Verzögerungen in den letzten Tagen hob die Delta IV Heavy gegen 23:58 Uhr (MEZ) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral ab.

Quelle: ULA, Raumcon
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Startvideo der Delta IV Heavy
(Bild: ULA)
Nachdem der erste Startversuch am Freitag aufgrund von Unregelmäßigkeiten bei Temperatursensoren der beiden Booster abgebrochen werden musste, ging gestern alles glatt. Das Wetter hielt und auch die Technik spielte mit.

Dies stellt den 4. Start der größten Rakete innerhalb der Delta-IV-Familie dar. Mit 2 weiteren Zentralstufen als Booster und einem Durchmesser der Nutzlastverkleidung von 5 Metern hebt dieser 717 Tonnen schwere Träger so viel Nutzlast in den Orbit, wie kein anderer zur Zeit. Angegeben werden 23 Tonnen für den niedrigen Erdorbit und 13 Tonnen für den Transferorbit zur geostationären Bahn. Letztere war auch das Ziel des gestrigen Starts. Obwohl das Militär keine genaueren Angeben zur Orbitposition Ihres neuen Spionagesatelliten macht, geht man von der Positionierung 127° Ost innerhalb des geostationären Orbits aus, wo er seinen Vorgänger, Mentor 1, ersetzen soll, der sich dort bereits seit 15 Jahren befindet und das Ende seiner Einsatzdauer erreicht haben dürfte. Die ULA hatte sogar noch einmal extra Gelder erhalten, um diesen Start möglichst zeitnah durchführen zu können. Das deutet auch auf seine Wichtigkeit hin.

Der wahrscheinlich zur "Mentor"-Klasse gehörende Satellit NRO L-32 soll mit seiner 100 Meter großen Antenne diverse Funksignale von der Erdoberfläche empfangen (abhören) können.

Mit NRO (National Reconnaissance Office) L-32 ist bereits der zweite Start auf der Delta IV Heavy für das NRO Programm durchgeführt worden. Im Januar ist dann auch schon der nächste Start mit der Delta IV Heavy mit NRO L-49 geplant. Dann aber von der Vandenberg Air Force Station in Kalifornien. Starts aus dieser Region sind meist hoch inkliniert und haben nicht selten einen polaren Orbit als Ziel. Aus diesem kann man innerhalb weniger Umläufe fast die gesamte Erdoberfläche beobachten.

Der heutige war der 351. Start aus dem Delta-Programm, welches 1960 begann, der 14. Flug einer Delta IV und der 4. Flug der großen Delta IV Heavy.

Raumcon:
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