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Autor: Thomas Weyrauch / 23. Januar 2010, 21:26 Uhr

Greifvorrichtung und Solarzellenausleger für Cygnus

Der ISS-Versorger Cygnus von der Orbital Sciences Corporation (OSC) erhält eine Greifvorrichtung aus Kanada und Solarzellenausleger aus den Niederlanden.

Quelle: Dutch Space, MDA, OSC, NASA
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NASA

Bild vergrößernPVGF
(Bild: NASA)
Die Power and Video Grapple Fixture genannte Greifvorrichtung (PVGF) wird von MacDonald, Dettwiler and Associates Ltd. aus Brampton, Ontario, Kanada beigesteuert. Am 19. Januar 2010 teilte das Unternehmen mit, von OSC einen Auftrag im Wert von 2,4 Millionen US-Dollar erhalten zu haben um die Vorrichtung, die ein Roboterarm der Internationalen Raumstation (ISS) zum Greifen und Bugsieren des Cygnus-Transporters benötigt, zu bauen und zu liefern. Die Greifvorrichtung wird am hinteren Ende des Service- und Antriebsmoduls von Cygnus montiert sein.

Eine ähnliche Greifvorrichtung war schon am ersten japanischen ISS-Versorger HTV-1 seitlich angebracht. HTV ist wie Cygnus nicht auf ein selbstständiges automatisches Docking eingerichtet. Künftige HTV- und Cygnus-Versorger werden sich nach dem Start jeweils mit eigenen Triebwerken bis in die unmittelbare Nähe der ISS bewegen um dann von einem Roboterarm der Station erfasst und präzise an der ISS angesetzt zu werden. Die Greifvorrichtung für Cygnus wird mit Schnittstellen für Energieversorgungs- und Datenkommunikationssysteme ausgerüstet sein.

NASA

Bild vergrößerngrapple fixture am japanischen HTV
(Bildauschnitte: NASA)
Eine mögliche Auftragserweiterung um weitere 4 Millionen US-Dollar könnte sich durch den Bau zusätzlicher Cygnus-Transporter ergeben.

Im November 2009 beauftragte OSC die niederländische Dutch Space aus Leiden, ein Unternehmen von EADS Astrium, mit der Lieferung der Galliumarsenid-Solarzellenausleger für die Cygnus-Raumschiffe. Dutch Space teilte am 12. November 2009 mit, man habe einen entsprechenden Auftrag im Umfang von 24 Millionen Euro erhalten. Beim Bau der Solarpanele will Dutch Space mit niederländischen Subunternehmern wie Neways, Brandt FMI, Leuveco, Ramaer und Avek zusammenarbeiten, die eigentlichen Solarzellen bezieht Dutch Aerospace von der US-amerikanischen EMCORE Corporation aus Albuquerque, New Mexico.

Orbital Sciences Corporation (OSC)

Cygnus in unmittelbarer Nähe der ISS - Illustration
(Bild: Orbital Sciences Corporation (OSC))
Für OSC war Dutch Aerospace bereits einmal tätig: Die beiden Solarzellenausleger der Asteroidensonde DAWN, welche in Erdnähe zusammen 10 Kilowatt elektrischer Leistung bereitstellen konnten, wurden von Dutch Aerospace gebaut. Auch ein ISS-Versorger war bereits mit Solarpanelen von Dutch Aerospace unterwegs: Das europäische Transportschiff ATV-1 flog mit vier Auslegern von Dutch Aerospace. Die zwei Ausleger von Cygnus sollen nach Angaben von OSC 3,5 Kilowatt elektrischer Leistung erzeugen können.

Das erste Cygnus-Raumschiff soll nach den derzeitigen Planungen im Jahr 2011 die ISS erreichen. Für den Zeitraum zwischen 2011 und 2015 sollen acht Cygnus-Transporter die ISS mit Nachschub versorgen, wie OSC und die US-amerikanische Weltraumagentur NASA in einem Vertrag über einen kommerziellen Versorgungsdienst (engl. Commercial Resupply Services, abgeküzt CRS) vereinbarten.

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