DLR: Interview mit Ralf Faller zum EDRS-Betrieb
DLR: Interview mit Ralf Faller zum EDRS-Betrieb
Raumfahrt-Meldungen
Astronomie-Meldungen
Raumfahrer.net bei

Raumfahrer.net bei Twitter

Nachrichten und Updates vom Portal
Kurzmeldungen
News-Übersicht
News-Archiv
Alle Meldungen
RSS-Newsfeed
InSpace Magazin

Vierzehntäglich aktuelle Berichte und Meldungen via E-Mail

Autor: Thomas Wehr / 23. April 2010, 01:14 Uhr

Auseinanderbrechen von Satelliten identifiziert

Die Orbital Debris Quarterly News berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe vom April 2010 vom Auseinanderbrechen zweier weiterer Satelliten. Ein erst im Januar vom U.S. Space Surveillance Network (SSN) offiziell bestätigtes Ereignis eines russischen Satelliten liegt über ein Jahrzehnt zurück - im Februar wurde dann die Fragmentierung eines chinesischen Raumflugkörpers beobachtet.

Quelle: NASA-Orbital Debris Programm Office: Quarterly News
Druckansicht RSS Newsfeed
Meteor 2-8 (1982-025A, NORAD-ID 13.113) war der erste einer Reihe von sowjetischen meteorologischen Satelliten, welche mit einer Zyklon (SL-14) gestartet und auf einen Arbeitsorbit von circa 950 km bei einer Inklination von 82,5 Grad gebracht wurden.

Der Flugkörper, welcher Mitte der 1980er Jahre seine Funktion einstellte, erfuhr eine Fragmentierung in seinem Orbit im Mai 1999. Im Januar 2010 katalogisierte das US-Raumüberwachungsnetzwerk SSN 40 Trümmer (NORAD-IDs 36.318-36.357), welche durch Rückverfolgung der Orbits und deren sprunghafter Änderung Meteor 2-8 zugeordnet werden konnten. Zum Zeitpunkt des Auseinanderbrechens war der Satellit in einem fast zirkularen Orbit mit einer Höhe von durchschnittlich 948 km.

Während Meteor 2-8 seit 1999 nur eine minimale Absenkung seines Orbits erfahren hat, zeigen seine Trümmerteile jedoch höhere Widerstandseigenschaften, welche zu einem stärkeren Absinken in niedere Orbits, mit einer Höhe von 835 km bis 945 km geführt haben. Die Trümmerteile sind allesamt sehr klein, besitzt doch das größte nur einen Radarquerschnitt von 0,02 m², was grob einem Durchmesser von 15 cm entspricht.

NASA: Orbital Debris Quarterly News

Bild vergrößernYaogan 1 verließen am 04. Februar 2010 7 Trümmerteile mit moderater Geschwindigkeit. Apogäum (blau) und Perigäum (rot), sowie die Periodendauer-Daten stammen vom 01. März 2010
(Bild: NASA: Orbital Debris Quarterly News)
Weitere aus der Meteor-2-Serie stammende Flugkörper wurden auch schon mit sogenannten anormalen Fragmentierungsereignissen in Verbindung gebracht, wie z. B. Meteor 1-17 mit 30, bis heute katalogisierten Objekten. Meteor 2-5, 2-6 und 2-7 haben zwischen 8 und 19 Objekten freigegeben. Da alle diese Ereignisse viele Jahre nach dem Start eintraten, geht man von fortschreitenden Alterungsprozessen der Flugkörper selber als Ursache aus.

Das aktuellste Auseinanderbrechen eines Satelliten traf bei Chinas Yaogan 1 (2006-015A, U.S. Satellite Number 29.092) Anfang Februar 2010 ein, so die Quarterly News weiter. Der Flugkörper operierte in einem Orbit mit ca. 630 km Höhe bei einer Inklination von 97,9°. Yaogan 1, welcher keinerlei Manöver seit Mitte 2007 ausführte, zeigte am 04. Februar 2010 eine geringe Orbit-Störung. Kurze Zeit später ortete das SSN sieben neue Trümmerstücke, welche Yaogan 1 zugeordnet werden konnten.

Vorläufige Daten, deuten darauf hin, dass zwei der Trümmerstücke sehr groß, in der Größenordnung um 2 Meter, sind. Die Ursache der Fragmentierung wird weiter untersucht.

Verwandte Artikel:
 
Navigation
Anzeige
Anzeige

Digitale Astrofotografie

Info
Alles um neuste Entwicklungen in der Astrofotografie

bestellen

Nach oben Anzeige - Erde bei Nacht © Raumfahrer Net e.V. 2001-2019