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Autor: Gero Schmidt / 23. August 2005, 20:48 Uhr

NASA legt sich auf Schwerlastträger-Design fest

Nach Informationen von Flight International hat die NASA Anfang August eine Entscheidung getroffen, wie die geplante neue Schwerlastträgerrakete aussehen soll.

Flight International
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Dass die NASA die Entwicklung eines neuen Schwerlasträgers auf Basis des Space Shuttles für bemannte Mond- und Marsmissionen plant, war schon länger bekannt. Unklar war aber bislang, für welche Konfiguration man sich letztlich entscheiden würde.



So oder so ähnlich wird der neue Schwerlastträger aussehen (Bild: ATK Thiokol)


Die Alternativ-Option. Geringere Nutzlast, dafür schnellere und billigere Entwicklung (Bild ATK Thiokol).
Es gibt zwei grundlegende Optionen. Im Falle der so gennanten side-mount-Konfiguration streicht man den Orbiter und ersetzt ihn durch einen unbemannten, nicht wiederverwendbaren Frachtcontainer ohne Flügel, Fahrwerk, Lebenserhaltungssysteme, Robotarm und sonstige Komponenten, die für reine Frachtflüge nicht gebraucht werden. Dieser Frachtcontainer würde wie der Shuttle-Orbiter auf dem Rücken des großen orangefarbenen Außentanks sitzen, die Triebwerke wären - ebenfalls ähnlich wie beim Shuttle - in das Frachtmodul integriert.

Die zweite Option sieht so aus, dass man die Nutzlast nicht auf dem Rücken des Außentanks, sondern an dessen Spitze tranportiert, möglicherweise mit einer neuen Oberstufe dazwischen. Die Triebwerke würden in den externen Tank integriert.

Die NASA hat sich nun allem Anschein nach endgültig für Option 2 entschieden. Diese in-line-Konfiguration hat zwar eine weitaus höhere Nutzlastkapazität als die side-mount-Variante (side-mount: ca. 70 Tonnen in LEO, in-line: >100 Tonnen in LEO), ist aber auch teurer in der Entwicklung, da größere Modifikationen an den Startanlagen und der Montagehalle nötig sind. Auch der Zeitaufwand ist höher.

Bei der Entscheidung spielten Sicherheitsaspekte eine große Rolle, so Chris Shank von der NASA gegenüber Flight International. Wichtig dürfte auch die Ausbaufähigkeit der in-line-Konfiguration gewesen sein. Indem man bis zu sechs Feststoffbooster verwendet, ließe sich die Nutzlastkapazität (für eine niedrige Erdumlaufbahn) auf bis zu 200 Tonnen steigern, was vor allem mit Hinblick auf bemannte Marsmissionen relevant wäre.
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