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Autor: Günther Glatzel / 23. August 2013, 16:22 Uhr

Erfolgreicher Ausstieg russischer Raumfahrer

Gestern führten Fjodor Jurtschichin und Alexander Misurkin ihren dritten Außenbordeinsatz durch, den 41. aus dem russichen Segment der Internationalen Raumstation und 173. insgesamt seit Start des ersten Elements der ISS.

Quelle: Roskosmos, Raumcon, UrtheCast
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NASA-TV

Tag der russischen Nationalflagge auch im Weltraum
(Bild: NASA-TV)
Er begann gegen 13.34 Uhr MESZ mit dem Öffnen der Luke des Schleusenmoduls Pirs und endete 5 Stunden und 58 Minuten später. Geplant waren 5 Stunden und 39 Minuten, eine realistische Zeitvorgabe also.

Die Arbeiten fanden hauptsächlich am Servicemodul Swedsa statt. Zuerst wurden Bilder mehrerer Antennen eines Annäherungssystems am Heck der Station und am Bug von Swesda angefertigt. Vor einigen Tagen hatte sich hier eine Abdeckung gelöst und langsam von der Station entfernt.

Danach wurde an der Steuerbordseite von Swesda das Laserkommunikationsexperiment BTLS-N abgebaut und zur Schleuse transportiert. Mit diesem System hatte man Ende letzten und zu Beginn diesen Jahres Daten per Laserstrahl zur Erde geschickt und empfangen (Raumfahrer.net berichtete). Die Anlage war während eines Ausstiegs am 4. August 2011 installiert worden.

Anschließend wurde eine Arbeitsstation und eine um 2 Achsen präzise ausrichtbare Plattform installiert, auf der in Zukunft zwei hochauflösende Kameras der Firma UrtheCast ihre Einsatzorte finden sollen. UrtheCast möchte damit rund um die Uhr detaillierte Live-Bilder bestimmter Orte der Erde aus der Umlaufbahn der ISS im Netz übertragen. Damit soll man auch größere Veranstaltungen auf der Erde (UrtheCast spricht man dabei wie EarthCast) beobachten können. Das genaue Ausrichten einer Fußhalterung, die man vom Kopfteil Swesdas zur Arbeitsstation in der Mitte der Steuerbordseite verlegte, gelang erst im zweiten Versuch, war aber letztlich noch fast innerhalb des Zeitplans erfolgreich.

Im zweiten Teil des Einsatzes wurden Proben von der Oberfläche des Ausstiegsmoduls Poisk genommen. An ihnen soll die Erosion von Oberflächenmaterial anhand von Mikrorissen unter den harschen Temperatur- und Strahlungsbedingungen des Weltraums untersucht werden. Dazu werden die Proben zur Erde transportiert.

Fortgang und Ergebnisse der Arbeit sowie der Zustand der Wärmeisolation an der Außenhaut der Station wurden fotografisch dokumentiert. Zum Schluss wurde anlässlich des Tages der Nationalflagge dann kurz eine russische Flagge ausgebreitet und geschwenkt. Der Ausstieg endete mit dem Schließen der Luke von Pirs nach dem Wiedereinstieg gegen 19.32 Uhr MESZ.

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