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Autor: Thomas Weyrauch / 24. März 2010, 11:13 Uhr

Attitude Control Motor für Orion-LAS getestet

Am 17. März 2010 testete Alliant Techsystems (ATK) erneut einen Lageregelungsmotor für das Rettungsraketensystem, das zur Verwendung auf der Orion-Kapsel im Rahmen des Constellation-Programms vorgesehen war.

Quelle: ATK
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Alliant Techsystems (ATK)

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Alliant Techsystems (ATK)

Bild vergrößernACM Test am 17. März 2010
(Bilder: Alliant Techsystems (ATK))
Der Lageregelungsmotor (engl. attitude control motor, ACM) ist ein Teil des Rettungsraketensystems (engl. launch abort system, LAS) und an dessen Spitze untergebracht. Er hat die Aufgabe, die richtige Fluglage des Systems aus Rettungsraketen und anhängender Kapsel sicherzustellen. Ein ein festes Treibstoffgemisch (CTPB Komposit) verbrennender Gasgenerator stellt das Arbeitsgas des ACM zur Verfügung. Dieses kann das Aggregat durch acht gleichmässig um es herum verteilte Auslassventile verlassen. Die Ventile werden über redundante Systeme mit Energie und Steuerbefehlen versorgt.

Ziel des Tests bei ATK in Elkton, Maryland am 17. März 2010 war es, die Robustheit des Zündsystems des Aggregats und seine Zuverlässigkeit unter extremen Bedingungen nachzuweisen, meldete ATK am 19. März 2010. Der Versuch war wie schon der vorausgehende am gleichem Ort am 15. Dezember 2009 durchgeführte erfolgreich.

Alliant Techsystems (ATK)

Orion-LAS in Aktion, ACM an der Spitze - Illustration
(Bild: Alliant Techsystems (ATK))
Alliant Techsystems (ATK)

Bild vergrößernACM für PA-1
(Bild: Alliant Techsystems (ATK))
Insgesamt sind bis jetzt sieben Bodentests des ACM vorgenommen worden. Der nächste Einsatz des Motors ist im Fluge geplant und soll bei einem PA-1 genannten Test des vollständigen Rettungsraketensystems auf dem Testgelände White Sands Missile Range in New Mexiko stattfinden. Beim Test PA-1 wird das Rettungsraketensystem ein Orion-Kapselmockup vom Boden weg auf Höhe bringen und dessen Fallschirmlandung ermöglichen. Das Szenario simuliert einen Startabbruch, der nötig werden könnte, wenn eine noch auf der Startrampe stehende bemannte Rakete eine Havarie erleidet, und die Besatzung umgehend in Sicherheit gebracht werden muss.

Verläuft PA-1 erfolgreich, beschleunigt ein ebenfalls von ATK gebautes Triebwerk, der Abortmotor, das Kapselmockup mit den Rettungsraketen. Während das Vehikel an Höhe gewinnt, wird seine Fluglage vom ACM kontrolliert, der auch für nötige Reorientierungen sorgt. An einer geeigneten Stelle der Flugbahn kann dann ein von Aerojet gebauter Trennmotor den Abwurf des Rettungsraketensystems besorgen, damit das Kapselmockup an dann zu entfaltenden Fallschirmen landen kann.

Das konkrete Aggregat, das bei PA-1 für die jeweils richtige Ausrichtung sorgen soll, wurde von ATK bereits nach White Sands geliefert. Eine von Lockheed-Martin geführte Arbeitsgruppe hat die drei Triebwerke für das Rettungsraketensystem für den Test PA-1 zwischenzeitlich in das System integriert. Das zur Verwendung vorgesehene Kapselmockup befindet sich seit Ende August 2009 in White Sands. Den Test will man nach derzeitigem Planungsstand im Frühjahr 2010 durchführen.

 
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