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Autor: Thomas Weyrauch / 24. Mai 2010, 16:09 Uhr

Amateurbeobachter bestimmen OTV-1-Bahn

Kevin Fetter und Greg Roberts haben unabhängig voneinander ein Objekt beobachtet, das Ted Molczan später als das geheimnisumwitterte unbemannte wiederverwendbare geflügelte Raumfahrzeug OTV-1 alias X-37B der US-amerikanischen Luftwaffe identifizierte.

Quelle: Boeing, satobs.org, USAF
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USAF

OTV-1 alias X38-B im All - Illustration
(Bild: USAF)
Für das Vehikel, das in den gängigen Katalogen mit der NORAD-Nr. 36.514 bzw. als COSPAR-Objekt 2010-015A geführt wird, wurden keine offiziellen Bahndaten veröffentlicht. Das US-Militär schwieg sich über konkrete Details eventueller nach dem Start am 22. April 2010 von OTV-1 auszuführende Bahnmanöver aus.

Dem Raumfahrzeug, das zusätzlich mit der Tarnbezeichnung USA 212 versehen wurde, wird eine gewisse Manövrierbarkeit zugeschrieben. Verschiedene Quellen nennen mögliche Geschwindigkeitsänderungen von maximal 3.100 m/s. Diese Kapazitäten wurden, soweit tatsächlich vorhanden, jedenfalls nicht ausgeschöpft. Ted Molczan berichtete am 23. Mai 2010, die Bahn des 19 Minuten und 58 Sekunden nach dem Start von der Centaur-Oberstufe abgetrennten OTV-1 passe gut zu den Umständen des Starts.

Auf der jetzt festgestellten Bahn um die Erde überfliegt das OTV-1 etwa alle vier Tage bzw. immer nach 61 Erdumläufen dieselbe Stelle auf der Oberfläche der Erde. Das Apogäum, der erdfernste Punkt dieser Bahn liegt bei errechneten 422 km über der Erdoberfläche, das Perigäum, der der Erde nächstliegende Bahnpunkt bei 401 km über der Erdoberfläche. Die Neigung der Bahn gegen den Äquator beträgt 40 Grad. Ein militärischer Erdbeobachtungssatellit ließe sich auf einer solchen Bahn sinnvoll einsetzen. Die Betreiberin des OTV-1 weist darauf hin, dass es sich nicht um ein operationelles, sondern um ein Fluggerät zu Demonstrationszwecken handelt.

Ziel der Mission ist es nach Angaben der US-amerikanischen Luftwaffe, den Flug, den Wiedereintritt und die Landung des Vehikels im autonomen Betrieb zu demonstrieren. Dabei sollen fortschrittliche Navigations-, Lenk- und Kontrollsysteme getestet werden. Außerdem will die Luftwaffe die Konstruktion des Hitzeschutzsystems, den auf hohe Betriebstemperaturen ausgelegten Bau der Strukturen und Abdichtungen und den Einsatz elektromechanischer Leichtbauelemente im Lenksystems überprüfen.

Wann eine Landung des Vehikels auf der für das Space Shuttle gebauten Landebahn der Laufwaffenbasis Vandenberg erfolgen wird, ist nicht bekannt. 270 Tage maximal soll es im Weltraum operieren können.

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