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Autor: Günther Glatzel / 24. September 2009, 22:17 Uhr

Baubeginn bei NASA-Jupitersonde Juno

Die neue Jupitersonde der NASA, die 2011 zum größten Planeten unseres Sonnensystems aufbrechen soll, geht in die Realisierungsphase.

Quelle: SpaceflightNow, Raumcon
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NASA/JPL

Bild vergrößernGeplante Flugbahn der Sonde Juno
(Grafik: NASA/JPL)
Nachdem die grundlegende Entwicklungsphase im April erfolgreich abgeschlossen werden konnte und erste Elemente der Primärstruktur bereits im Entstehen begriffen sind, werden jetzt die technischen Komponenten der zukünftigen Raumsonde gebaut. Dazu gehören elektronische Komponenten für Grundfunktionen der Sonde sowie die acht geplanten wissenschaftlichen Geräte und eine hochauflösende Kamera. Dabei werden aus den prototyphaften Erprobungseinheiten kompakte und flugfähige Instrumente und Anlagen gebaut. Deren Integration beginnt im nächsten Jahr.

Juno soll im August 2011 mit einer Atlas-5-Trägerrakete auf eine fünfjährige Reise zum Jupiter geschickt werden. Dabei wird sie 2013 noch einmal an der Erde Schwung holen. Derartige Flugmanöver, bei denen man eine Raumsonde durch den nahen Vorbeiflug an einem Planeten beschleunigt, sind seit einigen Jahren usus in der unbemannten Raumfahrt. Dadurch spart man Treibstoff und Geld, die Reise allerdings verlängert sich oft erheblich. 2016 soll Juno in eine elliptische Umlaufbahn um Jupiter einschwenken und mindestens 330 Tage arbeiten.

Eine weitere Besonderheit von Juno ist, dass die Sonde auch am Jupiter noch mit Hilfe hochentwickelter Solarzellen mit elektrischer Energie versorgt wird. Zum einen ist der größte Planet unseres Sonnensystems erheblich weiter von der Sonne entfernt als die Erde. Die Energieausbeute ist daher deutlich geringer. Die Fortschritte in der Solarzellentechnik und die Verwendung sehr energieeffizienter Komponenten an Bord der Sonde lassen die Nutzung der Lichtenergie der Sonne aber mittlerweile auch am Jupiter zu.

NASA/JPL

Juno am Jupiter - künstlerische Impression
(Bild: NASA/JPL)
Aufgrund der hohen und energiereichen Strahlung in den Strahlungsgürteln des Gasplaneten muss die Technik aber speziell dafür konstruiert werden, der Strahlung möglichst lange zu widerstehen. Dieser Fakt wurde in der Entwicklungsphase insbesondere bei einem Sternsensor und den Solarzellen zur zusätzlichen Herausforderung, die man aber gemeistert haben will.

Aufgrund der Verschiebung der Mission des Marsrovers Curiosity (auch Mars Science Laboratory) in das Jahr 2011 könnte die Notwendigkeit bestehen, das Startdatum für Juno um einige Tage vorzuverlegen, da beide Raumsonden im Herbst 2011 mit je einer Atlas 5 gestartet werden sollen. Zwischen zwei Starts wird bisher aber immer eine sechzigtägige Vorbereitungsphase geschoben.

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