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Autor: Michael Clormann / 24. Dezember 2012, 11:53 Uhr

Erster Erfolg für einen nordkoreanischen Träger

Nordkorea gelingt nach mehreren vorangegangenen Fehlschlägen in den letzten Jahren am 12. Dezember um 10:05 Uhr Ortszeit der Bahneinschuss des Satelliten Kwangmyŏngsŏng-3 mit einer Trägerrakete des Typs Unha-3.

Quelle: 38north.org, globalsecurity.org, KNCA, n2yo.com, Raumcon, spiegel.de
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KCNA

Bild vergrößernUnha-3-Start am 12. Dezember 2012
(Bild: KCNA)
Laut verschiedener Pressemeldungen und Tracking-Daten befindet sich der Satellit zwölf Tage nach seinem Aussetzen weiterhin im Orbit. Kurz nach dem Start waren Zweifel an der Bahnstabilität von Kwangmyŏngsŏng-3 aufgekommen, nachdem erste Beobachtungen auf eine Taumelbewegung in der Flugbahn hinwiesen. Da entgegen nordkoreanischer Ankündigungen außerdem bis dato keine Sendeaktivität des Trabanten festgestellt werden konnte, scheint ein Defekt des Satelliten wahrscheinlich. Seine ursprüngliche Aufgabe wurde von offiziellen Stellen mit der Erdbeobachtung und Wettervorhersage angegeben.

Die nun erfolgreich gestartete Unha-3-Trägerrakete stellt eine Weiterentwicklung militärischer Langstreckenraketen ursprünglich sowjetischer Herkunft dar. Die auf drei Stufen erweiterte Trägervariante war dabei in den letzten Jahren explizit mit dem Ziel eines Satellitenstarts in Nordkorea optimiert worden. Frühere Startversuche mit ähnlichen Typen waren bereits 2006 und zuletzt auch im April diesen Jahres gescheitert. In beiden Fällen brachen die Raketen im Flug auseinander. Insofern stellt das Erreichen eines zumindest momentan stabilen Nutzlast-Orbits einen neuen Meilenstein in Nordkoreas Trägerprogramm dar.

Erste Fotos der in der letzten Woche von der südkoreanischen Marine geborgenen Unterstufe der Unha-3 weisen jedoch auf maßgebliche Mängel in der Konstruktion der Rakete hin. Von einer geregelten Produktions- und Startroutine für seine Träger scheint das international isolierte Nordkorea aktuell noch weit entfernt.

Die immer wieder ins Gespräch gebrachte Gefährdungslage durch weitreichende nordkoreanische Nuklearwaffen hat, auch vor diesem Hintergrund, keine neue Dimension erreicht. Die Bauweise der letzten gestarteten Unha-3 erlaubt aller Wahrscheinlichkeit nach keinen Transport eines entsprechenden Sprengkopfes mit interkontinentaler Reichweite. Dafür ist die Nutzlastkapazität der militärischen Variante der Rakete, Taepodong-2, mit wenigen hundert Kilogramm zu gering.

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