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Autor: Christian Ibetsberger & Karl Urban / 25. Januar 2004, 12:05 Uhr

Mars, wie wir ihn nie gesehen haben

Nach der perfekten Landung des Marsrovers Opportunity deuten die ersten übertragenen Bilder auf eine völlig ungewöhnliche und unerwartete Umgebung hin.

NASA
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Es war wie ein Déjà vu für einige der NASA Wissenschafter als der Zwilling von Spirit, Opportunity, auf der Marsoberfläche landete und die ersten Signale um 06:05 (MEZ) sendete, die mit Hilfe des NASA-Deep Space Network in Australien und Kalifornien empfangen werden konnten.



vergrößernDies ist die Landschaft im Meridani Planum, aufgenommen vom Marsrover Opportunity kurz nach seiner Landung. Dies ist die erste "Farb-Postkarte" aus dieser ungewöhnlichen Region des Mars.
(Grafik: NASA)
"We're on Mars, everybody!" so kommentierte es der Manager des Landungssystems, Rob Manning in mitten seiner jubelnden Mitarbeiter und Kollegen. NASA Administrator Sean O'Keefe: "Dieser Erfolg ist der Beweis für die NASA. - Mit welcher Hingabe, Aufwand, Anstrengung, Taten und Emotionen sich Ziele erreichen lassen, wenn man sich auf ein Ziel konzentriert. Das ist das beste Team der Welt, und darin besteht kein Zweifel."
Opportunity landete eine halbe Äquatorlänge vom Gusev Krater, Spirits Landeplatz, entfernt auf dem Meridiani Planum Terrain.

Um 09:56 Uhr (MEZ) wartete das NASA-Team auf die ersten Telemetrie-Signale von Opportunity. Nur einige Minuten darauf trafen die ersten Daten über Mars Odyssey ein. Denn ein direkter Kontakt zur Erde war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich, da die Erde am Himmel über dem Rover bereits untergegangen war. Deswegen nutzte die NASA den Überflug ihres Orbiters Mars Odyssey als Relaisstation für die Datenübertragung.

Zu diesem Zeitpunkt war das Kontrollzentrum in Aufruhr. Der wochenlange Stress und Arbeitseifer entlud sich bei allen Beteiligten in Freudenausbrüchen und Applaus. Es wurden etwa 25 Megabits an Daten gesendet. Um 10:11 Uhr (MEZ) bestätigten die Signale von Mars Odyssey, das die Solarzellen des Rovers sich entfallteten. Doch die Ereignisse überschlugen sich und ein paar Minuten später trafen die ersten Aufnahmen von Opportunity ein. Diese Fotos überwältigten das NASA-Team und alle, die dieses Ereignis live mitverfolgten. Die Fotos überraschten die Wissenschafter, weil sie ziemlich konträr zu der Umgebung von Spirit anmuten. Die Landestelle von Opportunity unterscheidet sich erheblich von den anderen bisherigen Landungen wie Pathfinder oder Viking 1 und 2.

Steve Squires, mittlerweile prominenter Missionswissenschaftler der Mars Exploration Rovers war sprachlos: Er sei nicht dazu in der Lage, die unglaublichen Eindrücke zu verarbeiten, die aus diesen ersten Bildern sprächen. "Dies sieht nicht einmal aus wie in meinen wildesten Träumen", sagte Squires heute morgen, was in Pasadena in Kalifornien tiefe Nacht ist.

Die wissenschaftlichen Möglichkeiten, die das Landegebiet liefert, sind derweilen unglaublich vielseitig. Fotos in alle Richtungen zeigen sehr unerwartete, fremde Landschaftseigenschaften.

Die Mission von Opportunity hat trotz einer gewissen Routine nach der Spiritlandung anfang Januar doch erneut ein Gefühl wachgerufen: Da draußen ist eine völlig fremde Welt, die darauf wartet, erkundet zu werden. Der erste Ausflug des Rovers sollte nicht lange auf sich warten lassen.

Den aktuellen Status von Opportunity können Sie auf unserer Statusseite abfragen.
 
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