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Autor: Ralph-Mirko Richter / 25. Januar 2014, 14:03 Uhr

Marsrover Curiosity ändert den Kurs

Auf dem Weg zum Aeolis Mons wird der Marsrover Curiosity in den nächsten Tagen etwas von der ursprünglich vorgesehenen Route abweichen. Auf der neuen Route wird der Rover ein Gelände überqueren, welches leichter und sicherer zu passieren ist.

Quelle: USGS, The Planetary Society, JPL
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NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems

Bild vergrößernDiese am 21. Januar 2014 mit der MastCam-34 angefertigte Aufnahme zeigt im Hintergrund die Formation "Dingo Gap", welche Curiosity in den nächsten Tagen ansteuern soll. Das im Vordergrund erkennbare Gesteinsfeld wurde mittlerweile umfahren.
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
Während der letzten Tage hat sich der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebenen Marsrover Curiosity in kleinen Schritten stetig in die grob südwestliche Richtung bewegt. Vor, während und nach diesen Fahrten wurden diverse Untersuchungen durchgeführt. Nach der bisher letzten Fahrt über eine Distanz von knapp 11 Metern, welche am 23. Januar 2014 erfolgte, wurden so zum Beispiel am gestrigen Tag die MastCam, die ChemCam und die MAHLI-Kamera eingesetzt.

Anschließend, so die ursprüngliche Planung, sollte sich der Rover eigentlich um rund 22 weitere Meter in die südliche Richtung bewegen. Diese Fahrt wurde allerdings kurzfristig gestrichen, da sich die an der Mission beteiligten Wissenschaftler und die für die Steuerung von Curiosity verantwortlichen Roverdriver für eine neue Route entschieden haben.

Am heutigen Tag sollen stattdessen zunächst "Fernerkundungen" mit den Kamerasystemen und verschiedene direkte Untersuchungen von in der unmittelbaren Umgebung gelegenen Zielen auf der Planetenoberfläche durchgeführt werden. Hierbei sollen neben der Mikroskopkamera und dem ChemCam-Spektrometer auch das APX-Spektrometer zum Einsatz kommen.

Eine neue Route

Für den morgigen Tag ist dann eine weitere Fahrt vorgesehen, welche diesmal über eine Distanz von rund 24 Metern in die westliche Richtung führen soll. In dieser Richtung befindet sich das "neue" Ziel von Curiosity - eine kleine "Lücke" zwischen zwei flachen Erhebungen auf der Marsoberfläche. Diese mit dem Namen "Dingo Gap" belegte Formation befindet sich rund 75 Meter vom aktuellen Standort entfernt.

NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Emily Lakdawalla (The Planetary Society)

Bild vergrößernHinter der in dieser Übersicht mit "gap" beschrifteten Formation "Dingo Gap" wird Curiosity auf ein Gelände treffen, welches leichter zu passieren ist als das Gelände auf der ursprünglich vorgesehenen Route, welche vom aktuellen Standort (Sol 521) aus in die südwestliche Richtung zeigte.
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Emily Lakdawalla (The Planetary Society))
Als Grund für diese kurzfristige Neuplanung der Route, welche als Fernziel allerdings auch weiterhin die Basis des im Inneren des Gale-Kraters gelegenen Zentralberges Aeolis Mons zum Ziel hat, wird das zukünftig zu passierende Gelände genannt. Hinter "Dingo Gap", so die für die Planung verantwortlichen Missionsmitarbeiter, befindet sich ein Gelände, welches für den Rover leichter und sicherer zu passieren sein wird als das Gelände auf der ursprünglich vorgesehenen Route, welche vom aktuellen Standort aus in die grob südwestliche Richtung zeigte.

Am 27. Januar soll schließlich mit dem Tunable Laser Spectrometer, einem der drei Messinstrumente des SAM-Instrumentenkomplexes, eine erneute Analyse der Marsatmosphäre durchgeführt werden (Raumfahrer.net berichtete über frühere Messungen).

Bis zum heutigen Tag, dem "Sol" 523 seiner Mission, hat der Marsrover Curiosity eine Distanz von mehr als 4.800 Metern auf der Oberfläche des Mars zurückgelegt. Seit dem Erreichen unseres Nachbarplaneten haben die Kamerasysteme von Curiosity zudem mehr als 114.200 Bilder aufgenommen und an das Roverkontrollzentrum des Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena/Kalifornien übermittelt. Diese Aufnahmen sind für die interessierte Öffentlichkeit auf einer speziellen Internetseite des JPL einsehbar.

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