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Autor: Michael Stein / 25. Juli 2003, 09:49 Uhr

Trägerrakete für Pluto-Sonde gebucht

Die amerikanische Raumfahrtbehörde hat eine Atlas V-Trägerrakete für den Start der Pluto-Mission New Horizons im Januar 2006 geordert.

ILS/Raumfahrer.net
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Aufbau der Atlas V in der leistungsstärksten Konfiguration 551.
(Grafik: ILS)
Die amerikanische Idee, eine Raumsonde zu dem äußersten Planeten des Sonnensystems und darüber hinaus in den so genannten Kuiper-Gürtel zu schicken, hat eine äußerst wechselvolle Geschichte hinter sich. Die ursprünglich vom Jet Propulsion Laboratory der NASA entwickelte Mission Pluto-Kuiper Express wurde nach mehrjähriger Entwicklungsdauer von der NASA im Jahr 2000 wegen deutlicher Budgetüberschreitungen gestrichen. Daraufhin brach in der wissenschaftlichen Community ein Proteststurm los, auf Internetseiten wie beispielsweise PlutoMission wurde aktiv für die Unterstützung einer Pluto-Mission geworben. Darüber hinaus wurde auch bei politischen Entscheidungsträgern in den USA massive Lobby-Arbeit für eine Forschungsmission zum einzigen Planeten des Sonnensystems, den bis heute noch keine Raumsonde "besucht" hat, geleistet.
 
Schließlich führten all diese Bemühungen zu dem Erfolg, dass ein konkurrierender Entwurf der Johns Hopkins University ausgewählt und die dafür notwendigen zusätzlichen Gelder Anfang 2003 endgültig bewilligt wurden: New Horizons war auf den Weg gebracht. Die Raumsonde soll ein Jahr nach dem Start im Januar 2006 mit einem so genannten Swing-by-Manöver an Jupiter vorbei Geschwindigkeit gewinnen und voraussichtlich im Sommer 2015 an Pluto und seinem Mond Charon vorbeifliegen. Danach wird die Raumsonde weiter in Richtung des Kuiper-Gürtels fliegen und versuchen, mehr über die Abermilliarden Mitglieder dieses Überrestes aus den Anfangszeiten des Sonnensystems herauszufinden.
 
Mit der nun bekanntgegebenen Entscheidung für ein Trägersystem ist die New Horizons-Mission wieder einen wichtigen Schritt in Richtung Realisierung vorangekommen. Der Start der Raumsonde soll mit der leistungsfähigsten Version der neu entwickelten Atlas V-Raketenfamilie stattfinden. Die so genannte Atlas V 551 ist mit fünf Feststoffboostern und einer Nutzlastverkleidung mit fünf Metern Durchmesser ausgestattet, die nicht nur die Raumsonde, sondern auch noch die komplette Centaur-Oberstufe umhüllt. Der erste Start einer Atlas V-Rakete in der 500er-Konfiguration hat erst vor wenigen Tagen erfolgreich stattgefunden (Raumfahrer.net berichtete).
 
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