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Autor: Roland Rischer / 26. Februar 2014, 22:11 Uhr

Proba V - Bildqualität übertrifft Erwartungen

Anfang Dezember letzten Jahres nahm der im Mai 2013 auf einer Vega-Rakete gestartete Proba V den Routinebetrieb als Erdbeobachtungssatellit auf. Die Bildqualität scheint so beeindruckend, dass man bei den belgischen Betreibern über eine Satelliten-Variante mit 100-Meter-Auflösung als Standard nachdenkt. Auch Vietnam, beim Start von Proba V mit der Sekundärnutzlast VNREDSAT 1A dabei, ist überzeugt und bestellte bei Spacebel ein Exemplar. (Newsimage: ESA - ATG Medialab)

Quelle: ESA, VITO, CSL
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ESA, BELSPO

Bild vergrößernDer Ätna auf Sizilien am 26. Oktober 2013 - aufgenommen von Proba V. Wer genau hinschaut, sieht eine Asche- und eine Gasfahne (grau bzw. weiß).
(Bild: ESA, BELSPO)
Proba V liefert täglich ein 93-prozentiges Abbild der Erde, die fehlenden sieben Prozent in der Äquatorgegend werden am Folgetag abgedeckt. Alle zehn Tage wird eine synthetische Global-Ansicht zur Vegetationsentwicklung auf der Erde erstellt. Die tägliche, nahezu globale Erfassung erfolgt mit einer Auflösung von 333 Meter. In den zentralen 500 Kilometer des 2.250 Kilometer breiten Aufnahmestreifens sind mit dem Bildsensor von Proba V sogar 100 Meter Auflösung im sichtbaren bis nah-infraroten Wellenlängenbereich und 200 Meter im kurzwelligen Infrarotbereich möglich. Die Bilder werden bei VITO, dem Flämischen Institut für Technologieforschung in Belgien, verarbeitet. Dort wurde eine Prozesskette zur Erstellung synthetischer Bilder mit 100 Metern räumlicher Auflösung entwickelt. Die Bildqualität weckt Ambitionen. Sollte Bedarf an globalen Bildserien auf Tagesbasis mit 100 Metern Auflösung bestehen, wird eine Proba-Mission mit entsprechenden Kapazitäten für die Zukunft nicht ausgeschlossen. Zunächst möchte man jedoch die jetzt zur Verfügung stehende Datenqualität noch genauer analysieren und fordert interessierte Forschungsteams auf, sich daran zu beteiligen.

Mit Proba V wurde am 07. Mai 2013 neben ESTCube 1 auch der vietnamesische Erdbeobachtungssatellit VNREDSAT 1A als Sekundärnutzlast ins All transportiert. Es darf vermutet werden, dass sich die Ingenieure von der Vietnam Academy of Science and Technology (VAST) dabei nicht nur mit dem eigenen Satelliten, sondern nebenher auch mit Proba V befasst haben. Theoretische und seit Mitte 2013 vorliegende tatsächliche Leistungswerte müssen sie derart überzeugt haben, dass man am 20. Januar 2014 in Hanoi mit Spacebel einen Auftrag im Wert von 60 Mio. EUR unterzeichnete. Spacebel, Anbieter von Software zur Weltraum- und Erdüberwachung, führt ein Konsortium bestehend aus Qinetiq Space (Satellitenbau), AMOS (Opto-Mechanik), Deltatec (Hard- und Softwaredesign), CSL Centre Spatial de Liege und VITO. Der vietnamesische Auftrag beinhaltet zum einen die Lieferung eines auf dem Proba-V-Design aufbauenden Satelliten zur hochauflösenden, hyperspektralen und farbempfindlichen Erdbeobachtung aus 640 Kilometer Höhe. Zum anderen wird die notwendige Bodeninfrastruktur in Vietnam erstellt, der Satellitenbetrieb im ersten Missionsjahr gewährleistet und ein Ausbildungsprogramm zum Betrieb und der Datenauswertung angeboten. Der Start ist 2017 geplant. Die Missionsdauer ist auf fünf Jahre ausgelegt. Das Sichtfeld der Satellitenoptik wird 100 Kilometer betragen. Alle fünf Tage wird jeder Punkt auf der Erde abgedeckt. Der Satellit wird den Namen VNREDSAT 1B tragen. Das steht für Vietnam Natural Resources, Environment and Disaster Monitoring Satellite.

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