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Autor: Thomas Pallmann / 26. August 2009, 07:27 Uhr

Discovery-Start erneut verschoben

Ein technischer Defekt an einem Ventil im hinteren Teil von Discovery verhinderte heute den Start des Space Shuttle. Wenn der nächste Startversuch klappt, kann die Discovery ihren 25. Jahrestag im All feiern.

Quelle: NASA
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Während der Befüllung des externen Tanks für den geplanten Start um 7:10 Uhr MESZ stellten die Ingenieure ein Problem mit dem innen liegenden PV-12-Ventil im hinteren Teil des Space Shuttles fest. Die Ventile in der Hauptwasserstoffzuleitung, von denen der Shuttle zwei besitzt, werden vor dem Start dazu genutzt, das Füllen des externen Tanks zu steuern. Zu diesem Zweck sind die Ventile während der Betankung geöffnet und erlauben so den Durchfluss des flüssigen Wasserstoffs.

Sobald sich genug Treibstoff im Tank befindet, sollen sich diese Ventile schließen. Allerdings schloss sich das PV-12-Ventil nicht sondern verblieb in der offenen Position. Die Flugregeln für den Start, die sogenannten Launch-Commit-Criterias (LCC), verbieten in so einem Fall das weitere Vorgehen und so wurde um 23:52 Uhr MESZ der Startabbruch verkündet. Daraufhin wurde der Tank wieder entleert und der Startkomplex in eine sichere Konfiguration gebracht, sodass die Ingenieure mit der Fehleranalyse beginnen können. Die PV-12- und PV-9-Ventile sollten planmäßig für die nächste Mission der Discovery STS-131 ausgetauscht werden.

Da man sich derzeit nicht sicher ist, ob das Versagen des Ventils ein wirklicher Fehler im Ventil ist oder nur ein Fehler in den Instrumenten vorliegt, hat man den nächsten Startversuch für Freitagmorgen angesetzt. Sollte sich herausstellen, dass wirklich ein Fehler im PV-12-Ventil vorliegt und man selbiges austauschen müsste, so würde man mit hoher Wahrscheinlichkeit das derzeitige Startfenster, welches bis zum 30. August geöffnet ist, nicht einhalten können und auf das nächste Startfenster im Oktober ausweichen.

Am 30. August 1984 startete die Discovery zu ihrem Jungfernflug. Wenn der nächste Startversuch im Laufe dieser Woche Erfolg haben sollte, kann die Discovery-Besatzung das silberne Jubiläum ihres Transportmittels also im All feiern. Bei ihren 36 Missionen hat die älteste verbliebene Raumfähre eine Gesamtstrecke zurückgelegt, die auch für den Flug zum Mars gereicht hätte.

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