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Autor: Daniel Schiller / 27. April 2008, 08:11 Uhr

GIOVE-B gestartet

Am 27. April 2008 um 0:16 Uhr MESZ brachte eine russische Sojus-Fregat des Startanbieters Starsem den europäischen Navigationssatelliten GIOVE-B von Baikonur aus ins All.

ESA
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ESA - S. Corvaja 2008

Nachtstart der Sojus-Fregat mit GIOVE-B an Bord.
(Bild: ESA - S. Corvaja 2008)
ESA

Künstlerische Darstellung von GIOVE-B
(Bild: ESA)
Nach 3 Stunden 45 Minuten setzte die Fregat-Oberstufe den Satelliten nach mehreren Zündungen auf seinem 23.200 km weiten und um 56° inklinierten Orbit aus. Um 5:28 Uhr MESZ nach dem Entfalten der Solarzellen war der Satellit betriebsbereit.

GIOVE-B (Galileo In-Orbit Validation Element) ist der zweite Technologieträger für das europäische Satellitennavigationssystem Galileo. Der Satellit wiegt 500 kg und wurde von EADS Astrium GmbH zusammen mit Thales Alenia Space gebaut. An Bord befinden sich drei hochstabile Atomuhren. Zwei der Uhren nutzen Rubidiumatome und haben eine Tagesgenauigkeit von 10 Nanosekunden. Die dritte Uhr, ein Passiver Wasserstoff-Maser (Passive Hydrogen Maser, PHM), hat eine Tagesgenauigkeit von einer Nanosekunde. Damit ist sie die bisher stabilste Uhr an Bord eines Raumflugkörpers. Im Betrieb der geplanten Galileokonstellation sollen je zwei Uhren der beiden Typen an Bord sein, mit den PHMs als primären Zeitgebern und den Rubidiumuhren als Backupsystem.

Als weiteres System trägt GIOVE-B ein Instrument zur Messung der Strahlungsumgebung auf den geplanten Galileo-Orbits. Außerdem ist ein Laserreflektor an Bord, um sehr genaue Entfernungsmessungen von der Erde aus vornehmen zu können.

Neben der Technologiedemonstration übernimmt GIOVE-B die Aufgabe von GIOVE-A zur Sicherung der Funkfrequenzen der Galileokonstellation. Er wird seine Signale auf drei Frequenzen im L-Band abstrahlen. GIOVE-A war im Dezember 2005 gestartet worden und nähert sich dem Ende seiner Betriebszeit.

2010 sollen die ersten vier operationellen Galileosatelliten gestartet werden, um die Arbeit des Orbit- und Bodensegments zu verifizieren. Im Anschluss soll die Konstellation auf 30 Satelliten für den Betrieb anwachsen.
 
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