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Autor: Günther Glatzel / 27. Juni 2010, 14:26 Uhr

Nationales russisches Kosmodrom Wostotschny entsteht

Im Augenblick gehen Verkehrswege- und Bauplanung in die Endphase. Auf einem 80 Quadratkilometer großen Areal soll ein modernes und ökologisch vertretbares Raumfahrtzentrum entstehen.

Quelle: Roskosmos-TV
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Studio Roskosmos

Bild vergrößernEntwurf des Flughafens von Wostotschny - Illustration (Bild: Studio Roskosmos)
Insgesamt sollen in den nächsten fünf Jahren mehr als 300 neue Objekte neben den vier geplanten Raketenstartplätzen gebaut werden. Dazu gehören eine Fabrik zur Herstellung von flüssigem Sauerstoff, ein futuristischer Flughafen, ein moderner Bahnhof sowie Wohnkomplexe, Einkaufszentren, Bildungs- und Kulturstätten für etwa 35.000 Einwohner. Auch an Unterkünfte für offizielle Gäste und Touristen ist gedacht. Damit soll sich Wostotschny zum Nationalen Kosmodrom Russlands entwickeln.

Vor allem ist die Anlage für den Start der beiden neuen Trägerraketen Angara und Rus-M gedacht. Beide sind modular aufgebaut, d. h. eine Rakete kann aus verschiedenen Grundkomponenten für unterschiedliche Nutzlasten zusammengesetzt werden. Die Rus-M besitzt im Normalfall zwei Stufen, wobei mehrere Erststufenmodule im unteren Bereich gebündelt arbeiten können. Für den bemannten Einsatz soll sie eine Höhe von 61 Metern erreichen, eine Startmasse von 673 Tonnen besitzen und etwa 23,8 Tonnen Nutzlast in eine 200-Kilometer-Bahn transportieren können. Für den geostationären Orbit sind 4 Tonnen geplant. Ein erster Start einer Trägerrakte von Wostotschny aus ist gegenwärtig für 2015 vorgesehen.

Wahrscheinlich wird die bereits bestehende Stadt Uglegorsk zum akademischen Zentrum ausgebaut. Hier sollen sich in Zukunft mehr junge Leute mit dem Studium von Wissenschaften befassen, die für die Raumfahrt bedeutsam sind. In der letzten Woche fanden bereits Anhörungen u. a. zu ökologischen Aspekten des Betriebs von Raketenstartplätzen statt. Die von Wostotschny aus startenden Träger verwenden ausschließlich Kerosin und flüssigen Sauerstoff als Treibstoffkomponenten, die ausgebrannten Stufen überfliegen keine bewohnten Gebiete und stürzen ins Meer. Dies ist im Vergleich zum Betrieb um das kasachische Baikonur ein deutlicher Fortschritt.

Die neue Trägerrakete wird für ein ebenfalls neu zu entwickelndes Raumschiff gebaut, welches ab 2018 einsatzbereit sein und die seit mehr als 40 Jahren verwendeten und mehrfach modernisierten Sojus-Raumschiffe ablösen soll.

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